Bewerbungsratgeber Teil 2: Tipps zum Lebenslauf


    Nachdem ihr nach Teil 1 unseres Bewerbungsratgebers – Tipps zum Bewerbungsanschreiben – nun ein hoffentlich perfektes Anschreiben in petto habt, könnt ihr euch dem zweiten wichtigen Punkt der Bewerbung widmen: dem Lebenslauf. Standard hier in Deutschland ist der sogenannte „tabellarische, chronologische“ Lebenslauf.

    Regel 1: Der Lebenslauf ist kein Prosa-Werk

    Ihr solltet beachten, dass der Lebenslauf eine Auflistung eures beruflichen Werdegangs ist – und kein Prosa-Werk. Verzichtet daher unbedingt auf ausgefallenes Layout und ausschweifende Erklärungen. Euer Lebenslauf sollte bestenfalls nur drei Dinge beinhalten: Oben die Überschrift, links Daten, rechts Fakten.

     


    Das muss rein:

    • Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit
    • Ausbildung
    • Werdegang
    • Berufserfahrung
    • Qualifikationen (Fähigkeiten & Kenntnisse, Sprachen, Weiterbildung)
    • (jobbezogene) Interessen

    Das gehört NICHT hinein

    Es gibt auch ein paar Punkte, die auf keinen Fall in euren Lebenslauf gehören. Dazu gehören sämtliche Punkte, die für den Job, auf den ihr euch bewerbt, nicht relevant sind. Außerdem politische sowie religiöse Ansichten und Familieninformationen (Beruf des Vaters, Beruf der Mutter).

    Allgemeine Tipps zum Lebenslauf:

    Üblicherweise reichen bei Zeitangaben die Monate aus (zum Beispiel 03/2012 – 07/2013). Ihr solltet unbedingt darauf achten, keine großen Lücken im Lebenslauf zu haben. Das Dokument sollte mit Datum, Ort und Unterschrift versehen sein und ihr solltet auf keinen Fall falsche Angaben machen, da diese zu einer fristlosen Kündigung führen können.

    Lücken im Lebenslauf

    Stichwort „Lücken im Lebenslauf“: Zwar ist es durchaus nicht unüblich, dass solche Lücken bestehen, doch gern gesehen werden sie von Personalern nie. Als „Lücke“ gilt jeder Zeitraum, der über einen bzw. zwei Monate hinausgeht und nicht begründet ist. Hier habt ihr zwei Möglichkeiten, und Lügen gehört nicht dazu! Ihr könnt die Lücken mit glaubwürdigen Fakten füllen (zum Beispiel soziales Engagement, um euch euren Leidenschaften bewusster zu werden, Menschenkenntnisse für außendienstliche Tätigkeiten zu sammeln oder eine Art des Selbststudiums, indem ihr euch selbst HTML beigebracht habt), oder ihr könnt mutig zur Wahrheit stehen. Das ist beispielsweise bei einem Studienwechsel empfehlenswert (ihr habt erkannt, dass das Studienfach nichts für euch war und euch anderweitig umgesehen). Auch zu einer kleinen Pause vor dem Berufseinstieg oder einer längeren Krankheit könnt ihr ruhig stehen – denn auch Ehrlichkeit ist ein kostbares Gut, das Personaler anerkennen – wenn ihr sie gut begründet.

    Foto: Andreas Franke – Fotolia

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