Wissenswertes über Druckertinte: Woraus besteht sie eigentlich?

Wissenswertes über Druckertinte: Woraus besteht sie eigentlich?Tinte für Tintenstrahldrucker unterscheidet sich in einigen entscheidenden Punkten von der Tinte, die man zum Beispiel in Füllern verwendet. Das liegt vor allem an den technischen Ansprüchen, denen die Druckertinte genügen muss. Sie darf nicht im Druckkopf eintrocknen, muss aber auf dem Papier möglichst schnell trocknen und wischfest sein. Um ein möglichst sauberes Druckbild zu erzeugen, müssen die Tintentröpfchen beispielsweise möglichst klein gestrahlt werden. Doch woraus besteht Druckertinte eigentlich? Und gibt es unterschiedliche Arten? Diesen Fragen wollen wir im Folgenden nachgehen.

Gehütet wie ein Staatsgeheimnis

Die Druckerhersteller stimmen ihre Tinte immer genau auf ihre Drucker und deren Druckdüsen ab. Dementsprechend weichen auch die Zusammensetzungen der einzelnen Tintensorten voneinander ab. Der Grund liegt auf der Hand: Jeder Druckerhersteller möchte natürlich für das bestmögliche Druckergebnis sorgen. Die genauen „Rezepte“ gelten als die bestgehüteten Geheimnisse der Technik-Welt. Doch die Grundbestandteile von Tinte sind in der Regel immer die gleichen:

  • Wasser
  • Glycerin
  • Farbstoffe bzw. Pigmente

Außerdem kommen noch Additive hinzu, die sich von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Das können etwa Korrosionsschutz oder Mittel gegen Bakterien sein.

Verschiedene Tinten-Arten

Je nach Druckermodell unterscheidet man auch noch zwischen sogenannten Piezo-Tinten und thermoaktiven Tinten. Thermoaktive Tinte wird vor allem in der Textilindustrie verwendet. Sie hat nämlich die Eigenschaft, die Textilfasern zu durchdringen und sich mittels Wärmezufuhr mit diesen zu verbinden. So wird der Textildruck auch waschbeständig.

Im normalen Büroalltag kommt in der Regel das Piezo-Verfahren zum Einsatz: Die Piezo-Tinte besteht aus mehreren Farbpigmenten. Beim Piezo-Verfahren werden sehr kleine Tintenmengen gezielt auf das Papier gespritzt. Durch diese sehr feinen Tintentröpfchen kann eine besonders hohe Auflösung erzielt werden – so eignet sich das Piezo-Verfahren zum Beispiel auch für den Fotodruck. „Piezo“ ist übrigens das griechische Wort für Druck.

Im Digitaldruck verwendet man auch Solvent-Tinte – Lösungsmitteltinte. Diese Tinte ist besonders UV-beständig und wasserfest und damit für Außenwerbung und ähnliche Verwendungszwecke geeignet.

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