Typ-Beratung: Wer braucht welchen Drucker?

    Tintenstrahl, Laser & Co.: Die Auswahl an Druckern ist groß, da fällt es schwer, auf Anhieb das passende Modell für den Einsatz zu Hause, im Büro oder in der Praxis zu finden. Je nach Verwendungsart sind unterschiedliche Geräte und Techniken die beste Wahl. Wie Sie den idealen Drucker finden, lesen Sie in diesem Ratgeber.

    Der Gelegenheitsdrucker

    Gelegenheitsdrucker verwenden ihren Drucker nur selten, kommen aber trotzdem nicht ohne ihn aus. Einmal im Jahr muss die Steuererklärung abgegeben werden, hin und wieder wird ein Foto verschenkt oder ein offizieller Brief verschickt. In der Regel reicht für diese Anforderungen eine durchschnittliche Druckqualität aus, sodass die Wahl problemlos auf einen günstigen Tintenstrahldrucker fallen kann.

    Alle zwei Wochen sollte dieser dann wenigstens zum Einsatz kommen, damit die Düsen nicht verkleben und die noch gefüllten Tintenpatronen nicht ausgetauscht werden müssen. Das A4-Format beherrscht der Drucker in jedem Fall, und mit Glück nimmt sein Einzug auch andere Formate auf.

    Der Viel-Drucker

    Läuft der Drucker jeden Tag, lohnt es sich sehr, auf die Druckkosten zu achten. Werden vor allem Textdokumente gedruckt, ist ein Laserdrucker mit einer schwarzen Toner-Kartusche die erste Wahl. Enthalten die Druckseiten häufig Farben lohnt sich auch ein Farb-Laserdrucker.

    Wer neben schwarz-weißen Textseiten jedoch nur selten Farben druckt, sollte in Erwägung ziehen, sich unter Umständen zusätzlich zum Laserdrucker einen Tintenstrahldrucker mit Farbpatronen anzuschaffen. Gleiches gilt, wenn Fotos gedruckt werden sollen, da hier die Ergebnisse mit Tinte immer noch besser aussehen als mit Toner.

    Der Fotograf

    Für Fotobegeisterte, die viele ihre Bilder ausdrucken wollen oder müssen, stehen zwei verschiedene Druckerarten zur Auswahl: Einige Hersteller wie Canon, Sony oder Fujifilm bieten etwa spezielle Fotodrucker an, die mit der gleichen Technik arbeiten wie die Sofort-Fotodrucker in Fotogeschäften und Drogeriemärkten. Sie belichten das Fotopapier im Format 9 x 13 oder 10 x 15 Zentimeter nacheinander mit drei Farben und einer Schutzschicht von einem Farbband. Andere Formate können sie nicht drucken.

    Die Alternative dazu sind Tintenstrahldrucker, die explizit als Fotodrucker ausgewiesen sind. Ihre Hersteller sind darum bemüht, dass ihre Fotoausdrucke eine bessere Bildqualität aufweisen als bei herkömmlichen Modellen. Idealerweise lassen sich bei den Geräten die Farbpatronen einzeln austauschen und der Einzug nimmt auch Fotopapier in typischen Formaten wie 9 x 13, 10 x 15 oder 13 x 18 Zentimeter auf. Die Tintenstrahldrucker haben den weiteren Vorteil, dass sie bei Bedarf auch eine Papierseite ausdrucken können.

    Der Selbstständige, kleine Büros und Unternehmen

    Welcher Drucker im Arbeitszimmer oder Büro stehen sollten, hängt stark von der Nutzung im beruflichen Alltag ab. Schreibt ein Selbstständiger nur einmal im Monat seine Rechnungen, und muss diese ausgedruckt an Kunden senden, reicht ein Tintenstrahlmodell völlig aus. Soll der Platz für Kopierer und Drucker eingespart werden, ist ein Multifunktionsgerät die erste Wahl. Bei hohem Druckaufkommen lohnt sich mitunter ein Laserdrucker und eventuell die Anschaffung eines Tintenstrahldruckers als Zweitgerät. Damit man nicht nur von einem Computer aus drucken kann, sollte der Drucker auch über WLAN verfügen und sich mit seinem LAN-Anschluss in das Netzwerk einwählen.

    Der Alles-Bedrucker

    Briefumschläge, CDs, und A3-Papier: Wer nicht nur A4-Papier bedrucken will, sollte zu einem Tintenstrahldrucker greifen, der mehr Materialien bunt färben kann als ein Laserdrucker mit seinem Toner. Ebenfalls wichtig ist, dass der Einzug des Druckers nicht nur für A4-Papier vorgesehen ist, sondern auch Briefumschläge und CDs aufnimmt. Wenige Modelle verarbeiten zudem sogar Papierseiten im A3-Format.

    Der Arzt

    Ärzte können nicht auf Nadel-Drucker verzichten. Sie sind zwar laut und langsam, drucken aber als einzige Modelle bei Rezepten und Krankschreibungen den Durchschlag korrekt aus. Eine Ablösung für die alte Technik ist nicht in Sicht.

    Der Platzsparer

    Drucken, Scannen, Kopieren und sogar faxen: Multifunktionsgeräte machen bis zu drei Geräte überflüssig und schaffen so Platz im Arbeitszimmer. Vor der Anschaffung sollte man allerdings überlegen, ob man wirklich scannt und kopiert und nicht nur den Gedanken so „toll“ findet, es bald zu können.

    Multifunktionsgeräte stehen in zwei verschiedenen Varianten zur Auswahl: 3-in-1 oder 4-in-1. Drucken, Kopieren und Scannen können sie alle, aber den Versand und Empfang von Fax-Nachrichten beherrschen nicht alle Modelle.

    Schüler und Studenten

    Zu Schulzeiten reicht in der Regel ein Tintenstrahldrucker aus, um gelegentlich Referate auszudrucken. An der Uni kann dies je nach Studiengang und Lese-Vorliebe schon anders sein. Vor allem in Studiengängen, bei deren Vorlesungen die Dozenten mit Folien und Skripten arbeiten und diese zur Verfügung stellen, lohnt sich aufgrund des Druckvolumens die Anschaffung eines Laserdruckers – wobei ein Schwarz-Weiß-Gerät mit einer Toner-Kartusche ausreichend sein sollte. Wem es jedoch reicht, die Materialien auf dem Notebook oder Tablet zu lesen und hier auch seine Notizen zu machen, benötigt als Gelegenheitsdrucker nur ein Tintenstrahlmodell. 

     

     

     

    Prindo - für mehr Ausdruck