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Lexmark Drucker

Der US-Druckerhersteller Lexmark war bei seiner Gründung zwar durchaus ein Neuling in der Printer-Branche, aber er konnte schon auf eine jahrelange Erfahrung im Druckerbereich zurückblicken. Eigentlich ein Urgestein, wenn auch unter einem anderem Namen. 

Die Gründung von Lexmark erfolgte am 27. März 1991, als der damalige Computerriese IBM seine Druckersparte ausgliederte, um sie komplett an ein Investorenkonsortium verkaufen zu können. Der amerikanische IT-Konzern entwickelte bereits in den 1950er Jahren Drucker als Peripherie-Geräte für seine ersten IBM-Computer. In der Zeit nach der Ausgliederung trugen die Produktlinien des neu geschaffenen Unternehmens zunächst noch das Label IBM – mit der Unterschrift Lexmark. Heute bedient Lexmark mit einer breiten Palette von Printing- und Imaging-Produkten, vorwiegend Laserdrucker und Software die Märkte für geschäftliche und für private Anwender. 

Produzent unter fremder Flagge

2001 kooperierte Lexmark erneut mit seinem alten Mutterkonzern und produzierte für diesen wieder einen IBM-Laserdrucker. Die Fertigung unter anderem Label hat durchaus Tradition bei Lexmark, denn schon Ende der 1990er Jahre stellte das Unternehmen Tintenstrahldrucker für die Firma Compaq und später Laser- und Tintenstrahldrucker für die Firma Dell her, die beide unter ihren jeweiligen Markennamen vermarkteten.

Noch bis in Jahr 2002 hielt Lexmark sogar die Herstellung von Schreibmaschinen aufrecht. Aber im gleichen Jahr präsentierte das Unternehmen auch seinen ersten Farbtintenstrahldrucker mit einer Druckauflösung von 4.800 dpi – Fotodrucker wie der P915 InkJet PhotoPrinter können so gestochen scharfe Ausdrucke liefern. Fünf Jahre später beherrschten die Tintenstrahlgeräte des Herstellers das drahtlose Drucken per WLAN. Mittlerweile bietet der Hersteller auch mobile Printlösungen für verschiedene Bereiche an; in Form von Druck-Apps für Smartphones und Tablets für das lokale WLAN, aber auch für sichere Ausdrucke via Internet über Cloud-Dienste.

Firmeninterne Meilensteine

Bereits 1993 bedruckte der erste Laserdrucker von Lexmark 16 Seiten in der Minute. Als nächste Meilensteine folgten 1997 der erste Tintenstrahldrucker des Unternehmens mit einer Auflösung von 1.200x1.200 dpi und 1998 der erste DIN-A3-Farblaserdrucker, der bis zu zwölf Seiten pro Minute ausgab.

In letzter Zeit blieben wirtschaftliche Erfolge für Lexmark aus. 2012 verkündete das Unternehmen demnächst die Produktion von Tintenstrahldruckern endgültig einzustellen. 2013 erfolgte dann der Verkauf der Tintensparte, inklusive einer Fabrik auf den Philippinen, an den japanischen Konzern Funai Electric. Im Kaufpreis von angeblich 100 Millionen US-Dollar waren dabei auch 1.500 Patente inbegriffen. Mit dem Ausstieg aus der Tintentechnologie findet zugleich eine Verschiebung des Lexmark-Portfolios neben der Herstellung von Drucker-Hardware hin zu Software und Dienstleistungen wie Managed Print Services an. Hierzu trugen auch vier Firmenübernahmen aus dem Softwarebereich innerhalb von zwei Jahren bei.

Bye-bye Tintenstrahl!

Von Lexmark sind somit keine neuen Tintenstrahldrucker mehr zu erwarten. Wer bereits so ein Lexmark-Gerät zu Hause stehen hat, zum Beispiel den ColorJet P3120 oder Geräte aus der X Ink Sparte, muss aber sich keine Sorgen machen: Die passenden Tintenpatronen sowie Toner und Verbrauchsmaterialien für andere Lexmark-Geräte finden Sie in unserem Shop.