Wirbelsturm der Gedanken: Brainstorming-Tipps und hilfreiche Tools

Symbolbild BrainstormingWenn man die Kreativität anheizen will, ist eine der Basistechniken dafür das Brainstorming. Brainstorming dürft ihr nicht mit diskutieren verwechseln – statt gemeinsam über Ideen nachzudenken, werden beim Brainstorming so viele Ideen wie möglich gesammelt. Ob die Einfälle wirklich nützlich sind, ist dabei vorerst nebensächlich.


Brainstorming: So geht’s

Brainstorming ist nicht schwer – genügend Ideen zu haben, ist da schon eine andere Sache. Der erste und wichtigste Punkt dabei: Verpackt euer Anliegen in eine konkrete, knackige Fragestellung. Es reicht auch schon ein präziser Begriff. Diese Frage oder das Wort setzt ihr in die Mitte eures Blattes, Dokumentes oder eurer Wand (genaueres dazu gleich unter dem Punkt „Brainstorming Tools“). Nun setzt ihr euch einen gewissen Zeitrahmen; wir empfehlen hier zehn oder 20 Minuten, da das Gehirn nach einer intensiven Denkanstrengung recht schnell ausgelaugt ist. Sobald die Zeit läuft, fangt ihr an, alle Ideen, die euch im Zusammenhang mit eurer Anfangsfrage einfallen, aufzuschreiben. Wichtig: Egal, wie kurios oder unwahrscheinlich euch die Idee vorkommt, schreibt sie auf! Ihr dürft – und sollt – beim Brainstorming einfach „herumspinnen“. Nehmt jeden Gedanken auf, der euch in den Kopf kommt. Aussortieren könnt ihr später noch und häufig entwickeln sich aus den komischsten Einfällen später herausragende Geschäftsideen. Erst, wenn die Zeit abgelaufen ist und euch nichts mehr einfällt, solltet ihr eure Ideen sortieren, überdenken und bewerten.

Brainstorming: Tipps

Die Methodik des Brainstormings ist so einfach wie hilfreich – die eigene Kreativität voll auszuschöpfen hingegen, kann schwerer sein als gedacht. Deshalb hier einige nützliche Tipps für euer Brainstorming:

  • Quantität statt Qualität! Natürlich geht es euch vor allem darum, gute Ideen zu finden – diese entwickeln sich aber häufig erst aus vielen gesammelten Ideen. Deshalb heißt es beim Brainstorming ganz klar: Quantität statt Qualität! Schreibt alles auf, was euch in den Sinn kommt. Aussortiert wird dann hinterher! Wobei wir beim nächsten Punkt wären…
  • Keine Gedanken-Zensur! Welche Ideen auch immer euch im Kopf herumwirbeln, schreibt sie auf. Aus lustigen oder scheinbar unrealistischen Gedanken entwickeln sich häufig die besten Ideen. Ob diese dann auch nützlich sind, könnt ihr später beim Auswerten entscheiden. Übrigens: Beim Brainstorming ist Klauen erlaubt. Nutzt gern gute Ideen anderer und entwickelt sie weiter.
  • Nicht aufgeben! Nutzt die Zeit, die ihr für euer Brainstorming veranschlagt habt, voll aus. Auch wenn euch vorerst nichts mehr einfällt, hört nicht einfach auf, sondern lest euch stattdessen eure Ideen noch einmal durch oder malt im Notfall Kreise, Buchstaben oder Sternchen. Hauptsache, ihr bleibt „im Fluss“!

Brainstorming: Tools

Wie man am besten „brainstormt“, wisst ihr jetzt; womit ihr das am besten könnt, müsst ihr selbst herausfinden. Ihr könnt eure Ideen ganz klassisch auf einem weißen Blatt Papier sammeln und anschließend sortieren, oder zum Beispiel mit einer Mind-Map arbeiten. Die Hauptfrage bzw. der Hauptbegriff wird in der Mitte des Blattes eingekreist, vom Hauptzweig gehen dann die Ideenstränge und -unterstränge ab. Es gibt auch kostenlose Mind-Map-Programme, mit denen das Ganze dann wesentlich strukturierter und ordentlicher aussieht. Eine weitere Möglichkeit ist das Brainstorming mithilfe von Post-its. Jeder Gedanke bekommt eine eigene Haftnotiz und wird auf eine Fläche geklebt, nach dem Brainstorming können dann alle Ideen passend zusammensortiert werden.

Foto: MH – Fotolia.com

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