Umweltschutz – Mit dem 3D-Drucker gegen Plastikmüll

Umweltschutz – Mit dem 3D-Drucker gegen Plastikmüll Mit dem 3D-Drucker zaubern Hobby-Bastler, Künstler, Unternehmen und Wissenschaftler Produkte, die sie selbst entwerfen und im jetzigen Moment unbedingt brauchen; eine tolle Erfindung! Nur ein Problem stellt sich hierbei: Der Kunststoff, aus dem der Drucker die Gegenstände herstellt, ist meist neuwertiges Plastik – und somit gar nicht gut für die Umwelt. Nun scheint eine Lösung gefunden.

Der Ekocycle Cube

Das US-Unternehmen 3D-Systems hat mit seinem „Ekocycle Cube“ einen Printer auf den Markt gebracht, dessen Filament aus 25 Prozent recycelten Materialien wie Pfandflaschen stammt. Das entspricht ungefähr drei 0,5-Liter PET-Flaschen. Der 3D-Drucker wird über einen Touchscreen bedient und findet in jedem Arbeitszimmer Platz. Der einzige Nachteil: Der Ekocycle kann nur Gegenstände bis zu einer Größe von 15 Zentimetern drucken und die Farbauswahl beschränkt sich (noch) auf die Farben Natur, Rot, Schwarz und Weiß. Dies ist für ein paar Interessierte vielleicht ein Hinderungsgrund, kostet der 3D-Drucker immerhin noch stolze 1.199 US-Dollar (ca. 889 Euro).

Filament aus eigener Produktion

Falls sich Nutzer mit den 25 Prozent recyceltem Plastik in den jeweiligen Druckerpatronen nicht zufrieden geben möchten, können sie auch das gesamte Filament aus Plastikmüll herstellen. Hierfür wird der Müll zunächst gereinigt, kleingeschnitten und letztendlich mit einem Büro-Schredder noch weiter verkleinert. Ist dieser Schritt getan, wird ein Gerät benötigt, das das Plastik erhitzt und zu Fäden „spinnt“ – so entsteht das benötigte Druckmaterial. Als Gerät bietet sich hierfür zum Beispiel der „Recyclebot“ des Erfinders Joshua Pearce an. Der Wissenschaftler der Michigan Technological University stellt seine Baupläne als Open Source Projekt der Gemeinschaft zur Verfügung.

Und die Kosten? Es lohnt sich!

Nicht nur der Umwelt wird etwas Gutes getan, wenn sich Nutzer des 3D-Drucks für die eigene Herstellung des Filaments durch recyceltes Plastik entscheiden. Auch das Portemonnaie bedankt sich: Kostet ein Kilogramm Filament im Einzelhandel zwischen 25 und 35 Euro, ist die gleiche Menge, selbst gemacht, bereits für ein paar Cent zu haben – wenn sich das mal nicht doppelt lohnt!

Foto: Thinkstock, iStock, IPGGutenbergUKLtd

Tags: , ,