Frische Früchte auf Abruf: Obst aus dem 3D-Drucker

tinte24 Maskottchen Black Ink mit ObstdruckerWie wäre es mit einem schönen Fruchtcocktail aus dem Drucker? – Ganz so weit ist es noch nicht, aber das was das britische Start-up Dovetailed entwickelt hat, geht schon stark in diese Richtung. Mit Hilfe eines 3D-Druckers stellen die Erfinder des Obst-Druckers kleine Kügelchen her, die es in verschiedenen fruchtigen Geschmacksrichtungen gibt. Wie genau das funktioniert, stellen wir euch heute vor.

Fruchtkugeln dank Sphärifikation

Für die Früchte aus dem 3D-Drucker haben die Erfinder Fruchtmus genutzt, das sie mit Natriumalginat versetzt haben. Per Sphärifikation wird dieses Fruchtmus dann in seine Tröpfchen-Form gebracht. Unter Sphärifikation versteht man die Herstellung von Kugeln, deren feste Hülle einen flüssigen Inhalt umschließt. Beim Biss auf die Kugel wird der Inhalt freigesetzt und eine Geschmacksexplosion im Mund verursacht. Das Konzept ist nicht neu: Molekularköche in der ganzen Welt nutzen schon seit Jahren Sphärifikation, um ihre Kreationen herzustellen. Der Spanier Ferran Adrià produziert so Fruchtkaviar, für den er schon verschiedene Preise einheimsen konnte. Doch eines ging bisher nicht: Die vollautomatisierte Sphärifikation ist erst dank der Forscher von Dovetailed möglich.

In diesem Video zeigen die Macher wie sie mit Hilfe ihres Druckers eine Himbeere herstellen:

Nahrung aus dem 3D-Drucker könnte nicht nur für Köche interessant sein, sondern auch in der Raumfahrt Anwendung finden. So ist es zum Beispiel denkbar, dass die Astronauten auf der ISS in Zukunft ihr Essen nicht in Tuben mitnehmen, sondern einfach selbst ausdrucken. Auch für Privatanwender könnte der Drucker interessant sein. So kann man ganz individuelle Geschmackskombinationen zusammenstellen.

Ob und wann der Obst-Drucker in Serienproduktion geht, ist noch nicht bekannt.

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