3D-Druck als Marketinginstrument: Zwei gelungene Beispiele

Screenshot Nescafe 3D-WeckerWas haben Kaffee und 3D-Drucker miteinander zu tun? Auf den ersten Blick eigentlich nichts, außer dass beide bei Technikfans sehr beliebt sind. Aber zwei Kaffee-Hersteller haben sich jetzt die 3D-Technik für ihre aktuellen Marketingkampagnen zunutze gemacht. Wir stellen euch im tinte24-Magazin die beiden Marketingkampagnen näher vor.

Der Nescafé-Wecker

Früh aufstehen ist nicht jedermanns Sache, vor allem montags hilft meistens nur starker Kaffee um richtig in Schwung zu kommen. Das Problem kennen sicher auch die Verantwortlichen in der Marketingabteilung bei Nescafé. Die Schweizer Kaffeemarke hat einen ganz besonderen Wecker vorgestellt: Ein Arduino-Wecker aus dem 3D-Drucker macht auch die größten Schlafmützen munter. Der Clou: Die Wecker – deren Auflage auf nur 200 Stück limitiert ist – lassen sich nur ausstellen, wenn man den Deckel der Nescafé-Packung abschraubt.
Um die Wecker herzustellen ist die federführende Agentur NOTlabs eine Kooperation mit dem Dienstleister Shapeways eingegangen. Um das Innenleben der Arduino-Wecker drucken zu können, haben sie auf einen Makerbot 3D-Drucker der 5. Generation zurückgegriffen.

In diesem Produktvideo wird der Weckerverschluss genauer vorgestellt:

Individuelle Kaffeedosen aus Finnland

Die Finnen sind Kaffeeweltmeister – der Pro-Kopf-Verbrauch liegt jährlich bei 1305 Tassen Kaffee. Dementsprechend stark umkämpft ist auch der Kaffeemarkt im „Land der tausend Seen“. Da muss man sich als Kaffeeproduzent schon etwas Besonderes einfallen lassen. Das dachten sich wohl auch die Marketingverantwortlichen von Paulig, dem Marktführer in Finnland und den baltischen Staaten. In der neuesten Kampagne werden die Kunden dazu aufgerufen, auf einer eigens geschaffenen Webseite ihre individuelle Kaffeedose zu entwerfen, die anschließend per 3D-Drucker hergestellt werden kann.

Für diese Marketingaktion ist Paulig ebenfalls eine Kooperation mit Shapeways eingegangen. Der Marktplatz für 3D-Design stellt die Software und kümmert sich um die Abwicklung. Auf einer gemeinsamen Projektwebseite stellen die beiden Firmen die Aktion vor und bieten den Kunden die Möglichkeit, ihrer 3D-Kreativität freien Lauf zu lassen. An die Kaffeedosen kommt man auf zwei Wegen: Erstens gibt es Aktionscodes auf den Kaffeepackungen, die man im Laden kaufen kann. Diesen Code kann man auf der Webseite eingeben und anschließend schauen, ob man einen Druck im Wert von 300 Euro gewonnen hat. Zweitens gibt es die Möglichkeit, seine Kaffeedose auf der Webseite zu gestalten und dann darauf zu hoffen, dass andere User und eine Fachjury die eigene Kreation zu den 25 besten zählen.

Sowohl die Nescafé-Aktion als auch die Kampagne von Paulig zeigen, wie man 3D-Druck erfolgreich in einer Marketingkampagne einsetzen kann. Wir sind gespannt, wann die ersten Werbetreibenden in Deutschland ähnliche Aktionen starten.

Bildnachweis: Screenshot des verlinkten YouTube-Videos

Tags: , , ,