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Ricoh Drucker

Ricoh dürfte den meisten vor allem als Hersteller von Digitalkameras und als Namenszug auf Kopierern in Büros und in Copy-Shops bekannt sein. Aber das japanische Unternehmen ist nicht nur international als Hersteller von digitalen Bürokommunikationssystemen tätig, sondern hat auch Drucker für den Hausgebrauch im Angebot. Mit einem neuartigen Drucker-Gel versucht das Unternehmen aktuell sogar, Tinte und Toner für Drucker abzulösen.

Bei der Gründung 1936 vertrieb Ricoh – damals noch unter dem Namen Riken Kankoshi firmierend – lichtempfindliches Papier, etwa für die Ausbelichtung von Fotos. Zwei Jahre später begann das Unternehmen damit, Kameras herzustellen. Mit der zweiäugigen Ricohflex II war die Firma in den frühen 1950er-Jahren damit erstmals auch sehr erfolgreich. 

1955 folgte mit der Vorstellung der ersten Diazokopiermaschine (eine Diazotypie ist auch als Blaupause bekannt) Ricohs Einstieg in die Büromaschinenindustrie. 

Das schnellste Fax der Welt

1973 stellte das Unternehmen einen Geschwindigkeitsrekord auf, über den man heute nur lächeln kann: Der Bürofernkopierer Rifax 600S benötigte für die Übertragung einer Faxnachricht zwischen New York und Tokyo weniger als eine Minute. Heute sind E-Mails mit Foto-Anhängen in Sekundenschnelle auf der anderen Seite der Erde.

Die meistverkaufte Kopiermaschine war 1975 ein Ricoh-Gerät. 1981 begann man damit, Normalpapierkopierer zu vermarkten, 1982 stellte das Unternehmen das erste digitale Bürosystem vor, und 1989 erblickte das erste digitale ISDN-Faxgerät das Licht der Bürowelt (Rifax 7000D).

Das Unternehmen ging 2011 eine Kooperation mit der Heidelberger Druckmaschinen AG ein, was jedoch nur für Großdruckereien von Bedeutung war. Für mehr Aufmerksamkeit sorgte im gleichen Jahr der Ausbau der eigenen kleinen Foto-Sparte durch die Übernahme des Konkurrenten Pentax – inklusive der Kameramodelle und des Markennamens.

Produkte für Büros und für zu Hause

Neben der Digitalfotografie ist Ricoh vor allem als Anbieter digitaler Bürokommunikationslösungen, inklusive Großkopierern und Druckern, sowie von Softwarelösungen für mittelständische Büros und Großunternehmen aktiv. Im Portfolio verstecken sich aber auch Laser-, Tinten- und Gel-Drucker aus der Aficio-Serie für Privatanwender mit höherem Druckaufkommen und für kleine Büros.

Während die Laserdrucker wie gewohnt mit Toner und die Tintenstrahldrucker ganz klassisch mit Tinte arbeiten, hat Ricoh mit den GelSprinter-Modellen eine besondere Eigenentwicklung im Angebot. In ihren Farbtanks befindet sich ein zähflüssiges Gel, das durch Hitze verflüssigt wird und nach dem Übertragen mit einem vergleichsweise breiten Druckkopf auf dem Papier sofort wieder trocknet.

Gel besser als Tinte

Die GelSprinter von Ricoh – wie der Aficio GX 7000 – können schneller arbeiten als Tintenstrahldrucker, die während des Druckes länger warten müssen, bis die Tinte nicht mehr verwischt oder verschmiert, wenn die nächste Seite ausgegeben wird. Zudem sollen Bilder und Texte bei den Gel-Druckern von Ricoh weniger Unschärfen aufweisen, da das aufgebrachte Gel anders als die Druckertinte nicht mehr in den Papierfasern verläuft.

Nach Angaben von Ricoh funktioniert der Druck mit Gel auch auf herkömmlichem Papier. Seine spezielle Rezeptur sorge dafür, dass es auch in trockener Umgebung erst auf dem Papier trocknet. Die Ausdrucke sollen wasserfest und unempfindlich gegenüber Sonnenlicht sein – was man von Tinten- oder Laser-Druckern nicht gerade behaupten kann. Allerdings ist das Gel noch teurer und fand bisher bei anderen Herstellern keinen Anklang, sodass seine Verbreitung gering geblieben ist. Original-Gel für Ricoh Drucker finden Sie hier ebenso wie Toner und Tinte.