Was versteht man unter Duplexdruck?

    Manch einer denkt bei Duplexdruck vielleicht an den klassischen Zweifarbdruck. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist damit aber das beidseitige Bedrucken von Papier mit einem handelsüblichen Tinten- oder Laserdrucker gemeint. Das spart Papier, schont den Geldbeutel und die Umwelt. Im Prinzip sind heutzutage alle Tinten- und Laserdrucker für den Duplexdruck geeignet. Allerdings hat nicht jedes Modell eine Duplexeinheit für das automatische Wenden des Papiers eingebaut. Oft lässt sie sich auch nicht nachrüsten. Aber es geht ja auch ohne: Viele Geräte unterstützen den manuellen Duplexdruck. Wo die Unterschiede sind, lesen Sie hier.

    Automatischer Duplexdruck

    Für den automatischen Duplexdruck muss der Drucker oder das Multifunktionsgerät eine eingebaute Duplexeinheit haben. Die sitzt entweder für den Anwender unsichtbar im Druckergehäuse, oder ist – vor allem bei günstigeren Modellen – an der Geräterückseite angebracht und hat daher erheblichen Einfluss auf die Abmessungen des Druckers. Daran sollte man denken, wenn man eine Duplexeinheit nachrüstet. Sonst passt der Drucker später nicht mehr an seinen gewohnten Platz. Geräte mit Duplexeinheit haben oft ein „d“ in ihrer Modellbezeichnung. Um Papier beidseitig zu bedrucken, muss im Druckertreiber die Funktion „Automatischer Duplexdruck“ ausgewählt werden.

    Diese Funktion lässt sich in den meisten Treibern auch als Standard festlegen. Dann wäre das einseitige Bedrucken von Papier die Ausnahme und nicht die Regel. Die Duplexeinheit wendet das Papier nach dem Bedrucken der Vorderseite automatisch, der Drucker zieht das Papier erneut ein und bedruckt dann die Rückseite. Der Anwender kann derweil getrost die Hände in den Schoß legen und auf den Ausdruck warten.

    Manueller Duplexdruck

    Ganz so komfortabel geht es beim manuellen Duplexdruck nicht zu. Wie das Wort manuell schon andeutet, muss der Anwender aktiv werden. Denn zunächst druckt das Gerät nur die geraden oder die ungeraden Seiten des Dokuments aus. Damit die fehlenden Seiten auch aufs Papier kommen, muss man das Wenden und Drehen des Papiers selbst in die Hand nehmen. Das verlangt allerdings etwas Übung, denn wer weiß schon, wie herum die bedruckten Blätter in das Papierfach gehören?

    Liegt das Papier falsch im Einzug, kann es passieren, dass die bereits bedruckten Seiten erneut bedruckt werden oder der Text zwar auf der Rückseite, aber leider auf dem Kopf steht. Soweit muss es nicht kommen: Die meisten Druckertreiber bieten die Option, eine Informationsseite mit Wende-Anleitung auszudrucken.

    Bindung einstellen

    Egal ob automatisch oder manuell, beim Duplexdruck muss man die richtige Bindung einstellen. Zwei Bindungsarten sind üblich: die lange Blattseite („links“) und die kurze Blattseite („oben“). Seiten im Hochformat druckt man in der Regel mit Bindung links aus, bei Querformaten wählt man meist die Einstellung „Bindung oben“.

    Broschürendruck

    Ein hübscher Nebeneffekt der Duplexfunktion ist der Broschürendruck. Mit wenigen Mausklicks im Druckertreiber können Anwender aus einem einfachen Dokument eine Broschüre (Booklet) machen.

    Für den Duplexdruck ungeeignetes Papier

    Fürs beidseitige Drucken eignen sich viele Spezial- und Fotopapiere nicht. Denn sie haben nur eine bedruckbare Seite. Aus diesem Grunde ist auch der randlose Druck, den viele Tintendrucker nur auf Fotopapier beherrschen, im Duplexmodus nicht einstellbar.

    Weitere Informationen zum Duplexdruck

    Der Duplexdruck hat sowohl eine alte als auch eine neue Definition, welche miteinander nichts zu tun haben. Genauere Infos rund um den Duplexdruck finden Sie unter: Was ist Duplexdruck?