Und jetzt alle! – Tipps zur Mitarbeiter­motivation

Mitarbeiter­motivation - die besten TippsJuhu, die Sonne scheint, der Spätsommer zeigt sich momentan von seiner besten Seite. Da fällt es oft schwer, richtig motiviert im Büro zu sitzen. Zu gern möchte man die vermutlich letzten warmen Tage draußen im Biergarten oder im Park genießen. Wir zeigen euch heute, wie ihr euch selbst und eure Kollegen oder Mitarbeiter motivieren könnt, auch bei schönstem Wetter hochmotiviert und produktiv zu arbeiten.

Das Zauberwort: Kommunikation

Unter vielen Chefs ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, dass es reicht, den Mitarbeitern ab und zu mal ein paar nett gemeinte Worte mit auf den Weg zu geben, um diese zu motivieren. Das ist zwar ein guter Anfang, doch ganz so einfach ist es in der Regel nicht.

Hier gilt eine Faustformel: „Loben vor allen, tadeln unter vier Augen“. Wenn ein Mitarbeiter bei einem Projekt besonders positiv aufgefallen ist, darf das ruhig jeder wissen. Dabei solltet ihr denjenigen natürlich nicht über den Klee loben, das weckt sonst unter Umständen Missgunst bei den anderen Mitarbeitern. War die Arbeit eines anderen Mitarbeiters nicht ganz so erfolgreich, solltet ihr den Mitarbeiter zur Seite nehmen und ihm oder ihr in Ruhe und unter vier Augen erklären, was falsch gelaufen ist. Schuldzuweisungen und Vorwürfe sind hier absolut fehl am Platz! Bringt stattdessen konstruktive Kritik an. Nichts wirkt demotivierender als ungerechtfertigte und persönliche Kritik.

Arbeitspsychologie

Die Maslowsche Bedürfnispyramide – benannt nach dem amerikanischen Psychologen Abraham Maslow – zeigt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen und gliedert diese hierarchisch:

Bedürfnispyramide nach Maslow

Die unteren drei Aspekte bezeichnen die sogenannten „Defizitmotive“. Die oberen beiden Punkte werden auch als „Wachstumsmotive“ bezeichnet. Sobald die Defizitmotive befriedigt sind, hört der Mensch auf, nach ihnen zu streben. Die Wachstumsmotive können nie vollständig befriedigt werden, daher streben die Menschen immer weiter danach.

Für die Mitarbeitermotivation bedeutet das, dass höheres Engagement und Leistungsbereitschaft erst erwartet werden können, wenn die Arbeit den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Selbstverwirklichung bietet. Grob zusammengefasst heißt das: Je mehr Gestaltungsspielraum die Mitarbeiter haben und je abwechslungsreicher die Aufgaben sind, desto motivierter sind sie.

Geld ist nicht alles

Natürlich freut sich jeder Mitarbeiter über eine Gehaltserhöhung, doch eine amerikanische Studie hat ergeben, dass nur die wenigsten Angestellten wegen des Geldes bei ihrem Arbeitgeber sind. Ab einer gewissen Summe kann Geld sogar demotivierend wirken. Doch über diesen Betrag – ein Jahresgehalt von mehr 75.000 US-Dollar – kommen wohl die wenigsten von uns.

Viel effektiver als Geld sind (unter anderem) diese Motivationsfaktoren:

  • Gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten
    Hier ist vor allem ein respektvoller Umgang miteinander wichtig. Außerdem wissen es viele Mitarbeiter zu schätzen, wenn man mit dem Team auch noch nach Feierabend etwas unternimmt. Seien es spezielle Teambuilding-Aktivitäten oder auch „nur“ ein gemeinsames Feierabendbier.
  • Flexible Arbeitszeiten
    Wer seine Arbeitszeiten flexibel gestalten kann, zum Beispiel über eine Gleitzeitmodell oder ein Arbeitszeitkonto, fühlt sich wohler im Job und ist auch motivierter. Das Zauberwort heißt hier „Work-Life-Balance“.
  • Kostenlose Getränke
    Es mag wie eine Lappalie klingen, aber viele Mitarbeiter wissen es zu schätzen, wenn der Arbeitgeber ihnen kostenlose Getränke oder Obst anbietet. Gratis Wasser, Tee und Kaffee haben noch einen weiteren positiven Effekt: Durch die Plauderei in der Teeküche kann das Verhältnis zwischen den einzelnen Mitarbeiter oder Vorgesetzten verbessert werden. Wichtig dabei: Es sollte bei einem kleinen Plausch bleiben und nicht in ein Kaffeekränzchen ausarten. Ansonsten bleibt die Produktivität auf der Strecke.

Bildnachweis Pyramide: By PNG by Philipp Guttmann, SVG by Jüppsche [Public domain], via Wikimedia Commons
Fotoquelle Artikelbild: Robert Kneschke – Fotolia.com

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