Kleine Kunstwerke im Ohr – Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Kleine Kunstwerke im Ohr – Kopfhörer aus dem 3D-DruckerOwnPhones, ein amerikanisches Start-up, hat kürzlich seine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter mehr als erfolgreich beendet. Anstelle der anvisierten 250.000 sammelte das Unternehmen knapp 770.000 US-Dollar. Nun soll die Herstellung von personalisierten Kopfhörern aus dem 3D-Drucker beginnen – wir sind gespannt!

Nie wieder schmerzende Ohren

Wer kennt das nicht? Nach dem längeren Tragen von Kopfhörern – seien es nun In-Ear- oder On-Ear-Kopfhörer – tut das Ohr weh; irgendwo drückt es immer! Dieses Problem ist das Start-up nun angegangen und möchte mit den OwnPhones personalisierte Kopfhörer herstellen, die perfekt in die individuelle Ohr-Form des Trägers passen.

Dafür muss der Kunde seine Ohren mit der OwnPhone App einscannen und das entstandene Video an den OwnPhone Server schicken. Hier wird das Video in eine 3D-kompatible Datei verwandelt und mit der Hilfe eines 3D-Druckers millimetergenau hergestellt. Durch dieses Vorgehen passt der Kopfhörer optimal in das Ohr des Trägers – kann aber auch nicht mehr von Freunden und Verwandten ausgeliehen bzw. mitgenutzt werden.

Personalisierung – das Zauberwort

Die 3D-Kopfhörer arbeiten alle kabellos und via Bluetooth – und damit enden auch bereits die Gemeinsamkeiten eines jeden OwnPhones. Die Kunden können ihre Kopfhörer nämlich ganz nach den persönlichen Wünschen und Präferenzen erstellen lassen. Dies beginnt bei der Farbe der Kopfhörer, dem äußeren Design, dem verwendeten Material und endet mit der Frage, bei welcher Aktivität die Kopfhörer besonders häufig getragen werden sollen. Sollen sie zum Beispiel beim Joggen genutzt werden, können sie auf einen besonders sicheren Halt ausgerichtet werden. Insgesamt planen die Hersteller mehr als 10.000 Kombinationsmöglichkeiten.

Darüber hinaus bieten die OwnPhones ein weiteres lustiges (und vielleicht auch hilfreiches) Gimmick: Durch ein LED-Licht an der Außenseite des Kopfhörers kann der Träger seinen aktuellen Status kommunizieren. Rot bedeutet „geh‘ bloß weg, ich habe total viel zu tun“, gelb steht für „ich bin ein wenig busy“ und grün kommuniziert „kommt doch vorbei – ich möchte quatschen“.

Und wie geht es weiter?

Nachdem nun die Finanzierung steht, beginnt im Dezember 2014 die Beta-Phase. Im Februar 2015 soll die Produktion beginnen und im März des nächsten Jahres können sich die ersten Kunden über ihr persönliches OwnPhone freuen. Der Preis für dieses besondere Druck-Erzeugnis liegt zwischen 150 und 300 US-Dollar.

Foto: Patrizia Tilly – Fotolia.com

Prindo - für mehr Ausdruck