„Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld!“ – 5 Tipps für die Gehalts­verhandlung

    „Hey Boss, ich brauch‘ mehr Geld!“ – 5 Tipps für die GehaltsverhandlungWenn man Menschen fragt, was sie an ihrem Job ändern würden, wenn sie könnten, bekommt man sehr häufig die Antwort „Ich würde gern mehr Geld verdienen.“ Doch von nichts kommt nichts, man muss schon nachfragen. Das ist bekanntlich leichter gesagt als getan. Daher geben wir dir heute fünf Tipps, wie du bei der nächsten Gehaltsverhandlung punkten und so deinen Chef davon überzeugen kannst, dir mehr Lohn zu bezahlen.

      1. Trau dich!

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das weiß schon ein altes Sprichwort. Und es bewahrheitet sich auch bei den Gehaltsverhandlungen. Kein Chef der Welt wird auf dich zukommen und dich fragen, ob du nicht mal ein bisschen mehr Geld haben möchtest. Daher solltest du die Initiative ergreifen und nach einem Feedbackgespräch fragen. In diesem Gespräch kannst du dann unter anderem deinen Wunsch nach mehr Gehalt zur Sprache bringen. Vorausgesetzt, das Timing stimmt.

      1. Wähle den richtigen Zeitpunkt!

    Wenn man die Personalverantwortlichen fragt, gibt es vermutlich keinen idealen Zeitpunkt für die Frage nach mehr Gehalt. Dennoch gibt es Zeitpunkte, die absolut ungeeignet sind: Wenn die Firma gerade in einer Krise steckt und Mitarbeiter entlassen musste, ist es – nicht nur aus moralischen Gründen – falsch, mehr Geld zu fordern. Auch wenn es gerade besonders hektisch ist, wird dein Chef kein offenes Ohr für dein Anliegen haben. Besser: Warte ab, bis das Unternehmen einen neuen Kunden gewonnen hat und der Chef in Geberlaune ist. So stehen deine Chancen besser. Und noch ein wichtiger Punkt: Sprich nie zwischen Tür und Angel über Geld, sondern vereinbare einen Termin und bereite dich auf das Gespräch vor.

      1. Sei gut vorbereitet!

    Dein Chef wird dir nicht „einfach so“ mehr Gehalt zahlen. Da musst du schon mit vernünftigen Argumenten kommen und begründen, wieso du eine Gehaltserhöhung verdient hast. Ist ein Projekt besonders gut gelaufen? Hast du mehr Verantwortung übernommen? Schreibe dir deine Erfolge auf und präsentiere diese deinem Chef. Absolut tabu: Eine Gehaltserhöhung mit einem teuren Urlaub oder dem Neid auf das Gehalt anderer Kollegen rechtfertigen. Das wird deinen Chef nicht nur nicht beeindrucken, sondern auch noch ein schlechtes Licht auf dich werfen. Missgunst ist schließlich eine der unschönsten menschlichen Eigenschaften.

    Profi-Tipp: Verschieße dein Pulver nicht schon zu Anfang. Spare dir deine stärksten Argumente für den Schluss auf. So hast du bei einer Diskussion noch Luft nach oben. Außerdem bleiben die zuletzt genannten Argumente meistens am ehesten im Gedächtnis des Chefs. Da möchtest du sicher, dass nur gute Argumente bei ihm hängen bleiben.

      1. Verkaufe dich nicht unter Wert!

    Auch über die Summe, die du fordern kannst, solltest du dich informieren. Mach dich im Internet schlau, welche Gehälter branchenüblich sind. Vielleicht kannst du auch bei Kollegen nachfragen. Möglicherweise werden die dir keine konkreten Summen nennen, dafür eine Prozentzahl. So hast du zumindest einen Anhaltspunkt, an dem du dich orientieren kannst.

      1. Sei forsch, aber nicht frech!

    Wenn es dann im Gespräch darum geht, dass du eine Summe nennen sollst, gilt: Forsch zu sein ist okay, frech zu sein nicht. Sei selbstbewusst und mach deinem Gesprächspartner deutlich, dass du weißt, was du willst und dass du dir diese Gehaltserhöhung erarbeitet hast. Mit Sätzen wie „Wäre es eventuell möglich …“ oder „Ich würde mich freuen, wenn …“ wirst du relativ wenig erreichen. Doch auch das Gegenteil, nämlich mit Sätzen wie „Ich verlange …“ oder „Sie müssen …“ wirst du auf taube Ohren stoßen. Formuliere höflich, aber bestimmt, was du möchtest und verbinde diese Wünsche dann mit deinen Erfolgen und Leistungen.

    Noch ein Extra-Tipp: Gehe Kompromisse ein. Wenn dein Chef dir nicht das gewünschte Mehr-Gehalt zahlen kann, kann er dir vielleicht Extras anbieten. Das können so unterschiedliche Leistungen sein wie ein Firmenhandy oder ein vom Unternehmen bezahlter Kita-Platz.

    Foto: Thinkstock, iStock, pojoslaw

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