Emotionale Intelligenz – Wieso EQ dich im Beruf weiter bringt als IQ

Emotionale Intelligenz – Wieso EQ dich im Beruf weiter bringt als IQUm im Berufsleben erfolgreich zu sein brauchst du natürlich die nötigen Fachkenntnisse. Doch das allein reicht nicht mehr: Genauso wichtig wie Intelligenz und Fachkompetenz ist auch die Emotionale Intelligenz (EQ) – nicht nur, aber vor allem, wenn du eine Führungsposition anstrebst. Oft sind es die sogenannten Soft Skills, die darüber entscheiden, ob du einen Job oder eine Beförderung bekommst oder nicht.

Was ist Emotionale Intelligenz?

Der amerikanische Psychologe Edward Lee Thorndike hat bereits 1920 festgestellt, dass der „(fachlich) beste Mechaniker als Vorarbeiter scheitern wird, wenn es ihm an sozialer Intelligenz fehlt“. Soziale Intelligenz und emotionale Intelligenz haben eine ähnliche Bedeutung: Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit, Emotionen – sowohl die eigenen als auch die von anderen – wahrzunehmen, zum Ausdruck zu bringen, zu deuten und sinnvoll damit umzugehen.

Emotionale Intelligenz setzt sich aus folgenden Faktoren zusammen:

  • Selbstwahrnehmung
  • Selbstregulierung
  • Motivation
  • Mitarbeitermotivation
  • Selbstmotivation
  • Empathie
  • Soziale Fähigkeiten

Als (angehende) Führungskraft musst du also lernen, nicht nur deine eigenen Gefühle auszudrücken und mit ihnen umzugehen, sondern auch Einfühlungsvermögen gegenüber anderen zu beweisen. Wenn du dich selbst motivieren kannst, wird es dir auch eher gelingen, andere für die gleiche Sache zu begeistern. Durch Empathie – also Einfühlungsvermögen – schaffst du es, Motivationsanreize zu schaffen. Gleichzeitig kannst du so Konflikte frühzeitig erkennen und beheben. Zu den wichtigsten sozialen Fähigkeiten zählen Kontaktfreudigkeit und Kommunikationsstärke.

Daniel Goleman, ein amerikanischer Psychologe und Wissenschaftsjournalist, der den Begriff „Emotionale Intelligenz“ vor allem geprägt hat, hat mehrere Studien und Untersuchungen zu diesem Thema durchgeführt. Eines der Ergebnisse ist, dass Fachwissen und IQ zu jeweils 25 Prozent in die Bewertung eines Bewerbers einfließt, Emotionale Intelligenz macht die übrigen 50 Prozent aus. Der EQ ist somit wichtiger als der IQ. Je höher die Position in einem Unternehmen ist, desto wichtiger wird die Emotionale Intelligenz.

Emotionale Intelligenz lernen

Wenn du über eine eher weniger stark ausgeprägte Emotionale Intelligenz verfügst, bedeutet das nicht, dass du keine Chance auf eine erfolgreiche berufliche Laufbahn hast. Der EQ wird dir nicht in die Wiege gelegt, du kannst die nötigen Fähigkeiten lernen. Wie du dich selbst und andere motivierst, haben wir hier im tinte24-Magazin schon einmal vorgestellt. Andere soziale Fähigkeiten, vor allem die richtige Kommunikation, kannst du ebenfalls lernen. Versuche es zum Beispiel mit Ratgebern oder Seminaren zum Thema Gesprächsführung. Dort lernst du unter anderem, wie du mit geschickter Kommunikation Konflikte beheben kannst und durch gute Argumentation an dein Ziel kommst.

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