Der kleinste 3D-Drucker der Welt: iBox Nano

    Der kleinste 3D-Drucker der Welt: iBox NanoImmer mehr Dinge lassen sich mit dem 3D-Drucker herstellen. Dabei versuchen die einzelnen Hersteller, sich gegenseitig zu überbieten, was Schnelligkeit, Kosten und Vielfältigkeit angeht. Der vermutlich kleinste 3D-Drucker der Welt, der gleichzeitig auch einer der günstigsten ist, wurde kürzlich mithilfe einer Kickstarter-Kampagne finanziert. Der iBox Nano misst gerade einmal ca. 8,5 cm x 11 cm x 23,5 cm. Wir stellen euch das kleine Wunderwerk heute im tinte24-Magazin näher vor.

    Einstiegsmodell zum Einstiegspreis

    Dass der iBox Nano aufgrund seiner Größe nicht für die Industrie geeignet ist, dürfte sich von selbst verstehen. Er soll als Einsteigermodell für Privatanwender fungieren. Oft werden Privatleute durch die hohen Anschaffungskosten eines 3D-Druckers abgeschreckt. Der Kleinstdrucker soll bereits für etwa 300 US-Dollar zu haben sein. Während der Kickstarter-Kampagne konnte man sich bereits ab einer Summe von 229 US-Dollar eine besondere Ausgabe des Druckers sichern. Ausgeliefert werden die Geräte ab April 2015, wer es besonders eilig hatte, konnte sich für 349 US-Dollar einen der ersten Drucker sichern, die bereits im Januar des kommenden Jahres verschickt werden sollen.

    Das Fliegengewicht unter den Druckern

    Das 1,1 Kilogramm leichte Geräte wird mit einem Raspberry Pi betrieben, spezielle Software ist nicht nötig, da direkt aus dem Browser gedruckt werden kann. Dadurch soll es möglich sein, von jedem Endgerät aus zu drucken, vorausgesetzt dieses Endgerät besitzt eine WiFi-Schnittstelle. Somit können also Smartphones, Tablets, PCs oder Macs für den Entwurf des zu druckenden Objekts verwendet werden. Lediglich eine Open-Source-Software für 3D-Modeling wird benötigt. Dank eines separat verfügbaren Akkus kann der iBox Nano auch mobil betrieben werden. Die Druckerzeugnisse können eine Größe von bis zu 40 x 20 x 90 Millimetern haben. Große Skulpturen lassen sich damit wahrlich nicht ausdrucken, aber für kleine Spielereien oder Ersatzteilchen reicht es allemal.

    Kunstharz statt Filament

    Mit einer Lautstärke von gerade einmal 29 Dezibel zählt der iBox Nano zu den leisesten 3D-Druckern, die auf dem Markt zu finden sind. Das liegt unter anderem am verwendeten Druckmaterial: Statt wie bei herkömmlichen 3D-Druckern FDM (Filament) wird beim iBox Nano Resin verwendet, eine Art Kunstharz. FDM-Drucker benötigen vier Schrittmotoren und eine Kühlung, beides sorgt für erhebliche Geräusche. Das Kunstharz des iBox Nano benötigt keine Kühlung, um auszuhärten. Dadurch kann die Lärmbelastung deutlich reduziert werden.

    In diesem Video könnt ihr den iBox Nano in Action sehen:

    Artikelbild: Screenshot des YouTube-Videos

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