Das Büro als Papierfresser – Deutsche drucken jährlich mehr als einen halben Baum

Das Büro als Papierfresser – Deutsche drucken jährlich mehr als einen halben BaumSchnell eine Mail verschickt, den Geschäftspartner per Telefonkonferenz über die neusten Zahlen informiert, die Präsentation sicher abgespeichert. Im Büro läuft mittlerweile fast alles digital – eigentlich scheinen wir im Arbeitsalltag gar kein Papier mehr zu brauchen. Doch wie kommt es dann, dass laut einer Studie fast jeder Arbeitnehmer mehr als einen halben Baum pro Jahr ausdruckt? Eine kleine Spurensuche.

Deutsche sind emotional

Deutschland genießt international einen (relativ) guten Ruf. Wir bieten verlässliche und hochwertige Arbeit (außer vielleicht im Falle des Berliner Flughafens und der Hamburger Elbphilharmonie…), unser Bier schmeckt, und Berlin ist absolut hip. Doch eins ist uns auch gewiss: Wir halten an unseren Traditionen fest. Nichts geht über das deutsche Reinheitsgebot – wenn wir schon mal beim Bier sind –, wir tun Dinge, weil wir sie immer schon so getan haben, und wenn wir an einem Arbeitsauftrag sitzen, dann drucken wir diesen gern aus. Denn halten wir ein Blatt Papier in der Hand, so haben wir das Gefühl, etwas „geschafft“ zu haben.

Daher wundert es auch nicht, dass laut der Studie des Unternehmens Viadesk 46 Prozent der deutschen Befragten der Aussage zustimmen, dass man an den Dokumenten auf dem Schreibtisch sehen kann, was man (noch) zu tun hat. Zwölf Prozent fühlen sich sogar produktiver, wenn sie Papier in der Tasche haben. Nur 38 Prozent der befragten Bundesbürger halten daher ein papierloses Büro für realistisch – nur die Hälfte der Befragten findet die Idee eines Büros ohne Papier attraktiv. Bei unseren Nachbarn in den Niederlanden sieht dies deutlich anders aus. Auch hier wurden Arbeitnehmer in Büros zu ihrer Drucker-Einstellung befragt. Im Gegensatz zu den Deutschen konnten sich hier ganze 85 Prozent der Befragten vorstellen, in einem Büro ohne Papier zu arbeiten.

An lieb gewonnenen Gewohnheiten festhalten

Es steht ganz außer Frage: Der Drucker gehört zum Büro wie der starke Kaffee zum Montagmorgen. Im Gegensatz zu unseren Nachbarn scheinen die Deutschen – trotz Laptop, Smartphone und Co. – jedoch stärker am traditionellen Papier-Ausdruck zu hängen – ein interessantes Ergebnis!

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