„Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen“ – Der 3D-Druck beim Zahnarzt

    „Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen“ – Der 3D-Druck beim ZahnarztZahnersatz, Zahnreinigung, Zahnarzt – spätestens jetzt hat jeder Leser leichte Zahnschmerzen. Doch auch wenn das Thema schnell als unangenehm eingestuft wird, gibt es in dieser Branche spannende Entwicklungen: so zum Beispiel der Einsatz von 3D-Druckern.

    Zahnlabore: Die Maus löst den Wachsmesser ab

    Ganz so neu ist die Entwicklung gar nicht mehr, seit bereits 20 Jahren verdrängt der 3D-Druck in einigen Ländern die klassische Fertigung, also den bisherigen Feinguss von Hand, von Zahnprothesen und Co. Nach Angaben aus dem Dentalumfeld findet der 3D-Druck im Mund bereits echte Serienanwendung und stellt pro Jahr etwa 6,8 Millionen Einheiten her – die Tendenz ist hier steigend. Zahnlabore müssen sich auf diesen Wandel einstellen und ihr Personal darauf schulen. Bei der Anwendung des 3D-Drucks wird der Mundraum des Patienten mit einem 3D-Aufnahmegerät eingescannt und mit Hilfe der virtuellen Aufnahmen können anschließend Brücken und Kronen innerhalb weniger Minuten hergestellt, bzw. ausgedruckt werden.

    Die Vorteile des 3D-Drucks liegen bei der Produktion klar auf der Hand: Die Herstellung von Implantaten und Zahnersatz verläuft merklich schneller und ist zumeist auch qualitativ hochwertiger. Der digitale Prozess ist ausgesprochen präzise – ein Zahntechniker kann dies kaum leisten geschweige denn übertreffen. Außerdem können bei der additiven Fertigung Werkstoffe angewendet werden, die bei der klassischen Produktion nicht genutzt werden können, da diese nicht gießbar sind. Dies kann die Endprodukte auch merklich leichter machen, da die Prothesen aus leichteren Strukturen gefertigt sind – der Festigkeit der Prothesen tut dies keinen Abbruch.

    Die Qualität steigt, der Preis sinkt

    Das Fertigungsverfahren mit dem 3D-Drucker vereinfacht die Zahntechnik enorm. Die Produkte werden nicht nur leichter und schneller angefertigt – Zahntechniker können auch einfacher und flexibler auf die Bestellung von Einzelanfertigungen und kleinere Stückzahlen reagieren. Mit dem heutigen Stand der Technik werden im Dentalumfeld zumeist nur Serienanfertigungen hergestellt, nur so lässt sich der (bereits hohe Preis) stabil halten. Mit der Einführung des 3D-Drucks ist dem ein Ende gesetzt: Die additive Fertigung ermöglicht wahre „Kunstwerke“ im Mundraum – und dies zu einem günstigeren Preis.

    Foto: WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

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