Besondere Formate: Was kann man mit Druckern alles bedrucken – und wie geht das

Zur Standard-Anforderung an einen Drucker gehört, dass er Seiten im A4-Format ausdruckt. Wer auf die richtige Ausstattung achtet, kann mit seinem Gerät aber viel mehr, als das Standard-Papier zu bedrucken.

A5, A4 und A3

Papier verarbeitet jeder Drucker, aber die Welt hat mehr zu bieten als nur das A4-Format, das alle Geräte beherrschen. Bei vielen Druckern (Geräte mit Tintenstrahl oder Laser) lässt sich der Papier-Einzug auch enger stellen, so dass auch kleinere Formate wie A5 und teilweise sogar A6 oder Postkarten verarbeitet werden können. Allerdings erkennt nicht jeder Drucker die eingelegte Papiergröße automatisch, sodass man sie sicherheitshalber in den Einstellungen im Druckermenü festlegen sollte.

Die Standard-Einstellungen bei Word sind auf das DIN-A4-Format abgestimmt, da der Großteil des Schriftverkehrs in diesem Format erstellt wird. Es gibt aber auch eine Reihe von Dokumenten, bei denen das halb so große Format DIN A5 vorteilhafter ist – etwa für Flyer oder Handzettel. Einen Text an DIN A5 anzupassen oder zu erstellen ist schnell erledigt. Wenn man aber nicht regelmäßig das A5-Format benötigt, dann hält Word eine Lösung dafür parat: Mit ein paar Einstellungsänderungen können die Texte dem Standardformat DIN A4 angepasst werden – so werden automatisch zwei DIN-A5-Seiten für den Druck gleichzeitig erzeugt.

Einige Drucker, die auch für die private Nutzung geeignet sind, verfügen über einen extra großen Papiereinzug, der auch Seiten im A3-Format aufnimmt und mit Tinte oder Toner versieht. Die passenden Geräte müssen nicht wesentlich größer als ein A4-Flachbettscanner sein.

Briefumschläge

Muss ein sehr wichtiger Brief verschickt werden, mag nicht jeder seine mitunter nicht immer vorzeigbare Handschrift auf dem Umschlag sehen. Aber auch beim Versand an viele Adressen ist der Kugelschreiber nicht immer die erste Wahl. Viele Drucker verfügen über spezielle Einzüge für verschiedene Standard-Briefumschläge wie C6 und DIN Lang oder lassen sich zumindest an sie anpassen. Mit Hilfe einer spezieller Software oder eines Textverarbeitungsprogramms lässt sich die Adresse zum Ausdrucken an die richtige Position bewegen.

CDs und DVDs

Sicherungskopien von Filmen, Musik und Fotos oder anderen Dateien landen inzwischen mehr auf DVDs und Blu-rays als auf CDs mit einer deutlich geringeren Speicherkapazität. Für Ordnung in der Sammlung der Silberscheiben sorgt ein aufgedrucktes Label, das wesentlich professioneller aussieht als ein per Hand beschriftetes Etikett und auch für nicht Eingeweihte zu entziffern ist. Hierbei ist zu beachten, dass sich nicht jeder Rohling bedrucken lässt, sondern nur solche mit einer speziellen Oberfläche. Mit entsprechenden Label-Aufklebern lässt sich zur Not aber jeder Rohling sauber bedrucken. Natürlich funktioniert der Druck nur, wenn der Drucker die runden Scheiben einziehen kann – was nur bei wenigen Tintenstrahl-Modellen der Fall ist. Teilweise müssen DVD und Co fürs Bedrucken in eine Art Adapter eingelegt werden.

Adressaufkleber/Etiketten

Für Adressaufkleber oder Etiketten, die beispielsweise beim Auseinanderhalten von selbstgekochter Marmelade helfen, sind Vorlage-Bögen im A4-Format erhältlich. So kann jeder handelsübliche Drucker mit einem Standard-Einzug sie anfertigen. Die größere Schwierigkeit besteht darin, die digitale Druckvorlage genau so zu beschriften, dass der Druck passend auf den Bögen landet. Wer keine Lust hat, sich selbst in Word oder einem anderen Office-Programm eine Vorlage herzustellen, findet etwa im Internet schnell verschiedene kleine Programme, die bei der Erstellung von Aufklebern und Etiketten helfen.

Fotos

Fotos lassen sich grundsätzlich mit jedem Drucker anfertigen. Wer jedoch auf Qualität und Fotopapier in den typischen Abmessungen wert legt, sollte sein Gerät genau auswählen. Ein Ausdruck auf A4-Papier schafft jeder Drucker, wobei Tintenstrahldrucker generell eine bessere Bildqualität zu bieten haben als Laserdrucker, die mit Toner arbeiten. Spezielles Fotopapier lässt sich nur mit Tinte und nicht mit Toner bedrucken. Zudem muss der Drucker über einen verstellbaren oder einen für die Fotoformate passenden Einzug verfügen.

Spezielle Fotodrucker nehmen nur Papier in Formaten wie 10 x 15 oder 13 x 18 Zentimeter auf. Sie arbeiten nicht mit Tinte oder Toner, sondern mit speziellen Farbbändern. Von diesen übertragen sie nacheinander eine blaue, eine rote und eine gelbe Farbschicht sowie einen abschließenden Schutzfilm auf das Fotopapier.

Tinte oder Toner

Tintenstrahldrucker können alle genannten Materialien bedrucken. Laserdrucker mit Toner arbeiten mit Hitze, sodass viele der genannten Materialien nicht für sie geeignet sind – von Papier in A4- und A3-Format sowie Briefumschlägen abgesehen.

3D-Drucker

3D-Drucker sind inzwischen nicht mehr nur für große Firmen, sondern auch für Privathaushalte erschwinglich – erste Geräte gibt es sogar schon für unter 1000 Euro zu kaufen. Die Geräte fertigen aus Kunststoff dreidimensionale Objekte an, die sie nach und nach durch das Auftragen dünner Schichten erschaffen. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel kleine Spielfiguren, Ersatzteile oder Komponenten für die Entwicklung neuer Geräte erschaffen.

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