„Also morgen fange ich auf jeden Fall an!“ – Das Monster namens Prokrastination

    „Also morgen fange ich auf jeden Fall an!“ – Das Monster namens ProkrastinationProkrastination – ein holpriges Wort hinter dem sich eines versteckt: Aufgaben werden nicht sofort angegangen, sondern ständig nach hinten verschoben.

    Auf der Suche nach der Zeit

    Wenn es um ungeliebte Aufgaben geht, so sind weniger blöde Aufgaben im Nu viel wichtiger – besonders an der Uni macht sich dieses Phänomen bemerkbar. Anstelle der Hausarbeit werden nun endlich die schmutzigen Fenster mit einem feuchten Lappen bearbeitet, und das Lernen für die Klausur muss noch etwas warten, zunächst muss unbedingt das Altglas der letzten fünf Monate weggebracht werden. Auch im Berufsleben schleicht sich das kleine Monster gern an unsere Seite: Die Erstellung der PowerPoint-Präsentation wird solange herausgezögert, bis uns der Chef im Nacken sitzt, und bevor wir uns an die ungeliebte Reisekostenabrechnung setzen, sortieren wir erst mal ausgiebig unser Postfach.

    Doch warum gewähren wir dem Prokrastinations-Monster immer wieder Einlass? Wir fühlen uns durch dieses Vorgehen ja nicht besser, haben vermehrt ein schlechtes Gewissen und leiden unter Stresssymptomen. Die Gründe für dieses Verhalten sind meist relativ simpel: Wir haben einfach keine Lust. Die Aufgabe ist langweilig oder ist noch nicht wichtig genug, und erst mit etwas Druck können wir uns tatsächlich überwinden. Andere Menschen leiden wiederum an chronischer Angst vor Aufgaben, Klausuren und neuen Herausforderungen – diese Betroffenen sollten sich jedoch langfristig spezielle Hilfe suchen.

    „Nun fang doch mal an!“ – Tipps zur Bekämpfung des Monsters

    Doch nun kommt die Erlösung, ihr müsst euch nicht mit dem ewigen Kreislauf von Aufschieben, Druckaufbau, Panik und durchgearbeiteten Nächten abfinden. Es gibt viele hilfreiche Tipps, die euch das Anfangen erleichtern:

      1. Arbeitseinheiten
        Erstellt eine Liste mit jeweiligen Arbeitseinheiten und konkreten Zeitangaben, daran könnt ihr euch gut festhalten. Außerdem habt ihr ein Erfolgserlebnis, wenn ihr die Aufgaben auf der Liste am Ende des Arbeitstages abhaken könnt.

     

      1. Gebt euch Zeit
        Du denkst du brauchst nur 30 Minuten für eine Aufgabe? Dann ist es höchstwahrscheinlich eine ganze Stunde – das sagt jedenfalls die 50-Prozent-Regel. Wenn du dies in deiner Planung berücksichtigst, kommt kein Stress mehr auf.

     

      1. Nicht abwarten!
        „Morgen ist der richtige Tag, um mit dem Lernen zu beginnen“ – Nein, einen richtigen Moment für blöde Aufgaben gibt es wahrscheinlich nie. Geh daher lieber sofort einen kleinen als gar keinen Schritt in Richtung Ziel.

     

      1. Du bist nicht allein
        Falls du merkst, dass gar nichts hilft, solltest du dir Hilfe suchen. Sprich mit Kollegen und Kommilitonen – oder mit einem Psychologen. Depression und Aufschieben treten häufig gemeinsam auf und bedingen sich gegenseitig.

     

    1. Irgendwann ist Schluss
      Wenn du fleißig gewesen bist, dann musst du dir auch Erholungspausen gönnen – und die sollten auch unbedingt eingehalten werden! Außerdem fördert die Aussicht auf eine Belohnung unsere Motivation.

    Foto: dbunn – Fotolia.com

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