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3D-Drucker: Die Rührschüssel war gestern

3D-Drucker: Die Rührschüssel war gesternWir haben bereits darüber berichtet: Die deutsche Firma Biozoon Smoothfood aus Bremerhaven hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Hilfe eines 3D-Druckers optisch ansprechende und gleichzeitig kaufreundliche Nahrung für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden herzustellen. Doch damit ist noch lang nicht Schluss – auch andere Unternehmen sind auf die Idee gekommen, Lebensmittel aus dem 3D-Drucker herzustellen.

Foodini: Ich druck‘ mir eine Pizza

Pasta, Pizza, Mamma Mia! Viele von uns verbinden mit den schmackhaften und duftenden Gerichten aus Italien einen Besuch im Restaurant, lange Zubereitungszeiten und natürlich ein Glas guten Rotweins. Der Rotwein ist nach wie vor aktuell – nur die Zubereitungszeit und der damit verbundene Aufwand nimmt immer mehr ab. Tiefkühlpizza und Fertigpasta sind uns seit Langem bekannt. Nun bringt uns die 3D-Technologie jedoch ganz neue Optionen in die Küche: den Lebensmitteldrucker „Foodini“.

Der kleine 3D-Drucker stammt aus dem Hause der spanischen Firma Natural Machines und soll vollständige Mahlzeiten herstellen können, so zum Beispiel Pizza, Pasta, Kekse und Burger. Der interessierte Nutzer muss hierbei lediglich die vorhandenen Kapseln mit den entsprechenden Zutaten befüllen und kann so – ganz im Gegensatz zu den Fertigprodukten aus der Tiefkühltruhe – Frische und Qualität seiner Mahlzeit selbst beeinflussen. Langfristig plant das Unternehmen auch, den Verkauf von bereits befüllten Kapseln anzubieten – zum Beispiel ein Kapselset für Ravioli und Co.

Fleisch auch aus dem Drucker?

Nicht erst seit Heinz Strunks Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ wissen wir, dass die Deutschen enorm gern Fleisch essen. Durchschnittlich 58 Millionen Schweine landen hier jährlich auf der Schlachtbank. Und nicht nur in Deutschland ist der Fleischkonsum enorm hoch, auch die USA und China haben nichts gegen ein schmackhaftes Steak oder leckere Würstchen einzuwenden. Darüber hinaus wächst besonders in Schwellenländern – wie beispielsweise Südafrika, Saudi-Arabien, Mexiko und Israel – die Nachfrage nach Fleisch. Die Folgen des wachsenden Fleischkonsums wirken sich jedoch verheerend auf unsere Umwelt aus: Die industrialisierte Produktion wächst, Anbauflächen für Soja verdrängen Regenwälder, der weltweite Transport verursacht Luftverschmutzung.


Um dieser Herausforderung begegnen zu können, hat das US-Start-up Modern Meadow bereits 2012 einen ersten Lösungsansatz gefunden: Fleisch und Leder aus dem 3D-Drucker. Bei dem als „Biofabrication“ bekannten Verfahren wird Kühen Zellgewebe entnommen, das dann aufgearbeitet und anschließend im 3D-Drucker zu einer festen Masse zusammengeführt wird. Um diese Idee tatsächlich in die Tat umzusetzen, erhielten die Gründer Gabor und Andras Forgacs nun eine Zehn-Millionen-Dollar-Finanzspritze von dem in Hongkong ansässigen Investor Horizon Ventures. Mehr erfahrt ihr auch in diesem Video:

Das Thema Gewebezucht ist jedoch nicht nur in der Lebensmittelindustrie aktuell, besonders in der Medizin sind die Möglichkeiten des 3D-Drucks vielversprechend – über den Druck von Organen haben wir bereits hier im tinte24-Magazin berichtet.

Foto: Thinkstock, iStock, tvirbickis

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