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3D-Drucker – das können die aktuellen Modelle

3D-Drucker sind nach wie vor DAS Thema in der Technikwelt. Immer mehr Hersteller bieten Drucker für Heimanwender an. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft haben nicht nur Elektronikfachhändler diese Alleskönner im Sortiment: Auch Kaffeeriese Tchibo verkauft einen 3D-Drucker. Für uns Anlass genug, um einmal verschiedene 3D-Modelle genauer zu betrachten und euch hier im tinte24-Magazin vorzustellen. Vielleicht ist ja für den einen oder anderen von euch eine passende Geschenkidee dabei…

Inhaltsverzeichnis

Insekten: 3D-Druck führt uns in eine geheimnisvolle Welt

Insekten: 3D-Druck führt uns in eine geheimnisvolle WeltInsekten: Viele Menschen finden sie einfach nur ekelhaft, möchten sie nicht in ihrer Nähe haben, bauen Fallen. Dabei sind die kleinen Tiere äußerst nützlich, und bei genauerem Hinsehen, auf ihre Art und Weise hübsch bzw. besonders. Ein Österreicher führt uns dies nun gekonnt mit der Hilfe eines 3D-Druckers vor Augen.

Es summt und krabbelt

Schwimmkäfer, Hornissen, Eintagsfliegen, Eintagsfliegen-Larven, Felsenspringer, Ameisen, Bläulinge, Mückenlarven, Sibirische Heuschrecken – der Österreicher Klaus Leitl hat sie alle. Der Modellbauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, realistische und lebensnahe Insektenmodelle herzustellen. Im Verhältnis 1:30 kreiert er Insekten, die eine Länge von bis zu 1350 Millimetern messen können und nutzt hierfür einen FormLabs Form1+ Stereolithographie-3D-Drucker. Bis jetzt umfasst seine Sammlung rund 22 Insekten. Seine krabbligen Freunde stellt er im Rahmen unterschiedlicher Ausstellungen in Österreich, der Schweiz und Deutschland aus. Interessierte Besucher erhalten die Möglichkeit, die sonst so kleinen Tiere in ganz Groß zu sehen – und können hierbei die ein oder andere Besonderheit entdecken.

 

Es beginnt mit einer Handskizze

Bei der Herstellung seiner Modelle beginnt Leitl zunächst immer mit einer Handskizze der Tiere sowie einer genauen Untersuchung der Insekten unter dem Mikroskop. Anschließend entsteht am PC ein CAD-Modell, der Grundstein für einen erfolgreichen 3D-Druck. Als Druckmaterial verwendet der Österreicher Harz, hierbei legt er besonderen Wert darauf, dass das Material nicht zu dick und zu schwer ist – die Optik der Kopie soll dem Original am Ende in nichts nachstehen. Die einzelnen Insekten-Teile werden nach dem Druck verklebt und erhalten mittels einer Airbrush-Pistole ihre naturgetreue Färbung.

Die ganzen Modelle und noch weitere Krabbeltiere findet ihr auf der Homepage von Klaus Leitl.

Foto: Thinkstock, iStock, lirtlon

3D-Drucker: Die Rührschüssel war gestern

3D-Drucker: Die Rührschüssel war gesternWir haben bereits darüber berichtet: Die deutsche Firma Biozoon Smoothfood aus Bremerhaven hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Hilfe eines 3D-Druckers optisch ansprechende und gleichzeitig kaufreundliche Nahrung für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden herzustellen. Doch damit ist noch lang nicht Schluss – auch andere Unternehmen sind auf die Idee gekommen, Lebensmittel aus dem 3D-Drucker herzustellen.

Foodini: Ich druck‘ mir eine Pizza

Pasta, Pizza, Mamma Mia! Viele von uns verbinden mit den schmackhaften und duftenden Gerichten aus Italien einen Besuch im Restaurant, lange Zubereitungszeiten und natürlich ein Glas guten Rotweins. Der Rotwein ist nach wie vor aktuell – nur die Zubereitungszeit und der damit verbundene Aufwand nimmt immer mehr ab. Tiefkühlpizza und Fertigpasta sind uns seit Langem bekannt. Nun bringt uns die 3D-Technologie jedoch ganz neue Optionen in die Küche: den Lebensmitteldrucker „Foodini“.

Der kleine 3D-Drucker stammt aus dem Hause der spanischen Firma Natural Machines und soll vollständige Mahlzeiten herstellen können, so zum Beispiel Pizza, Pasta, Kekse und Burger. Der interessierte Nutzer muss hierbei lediglich die vorhandenen Kapseln mit den entsprechenden Zutaten befüllen und kann so – ganz im Gegensatz zu den Fertigprodukten aus der Tiefkühltruhe – Frische und Qualität seiner Mahlzeit selbst beeinflussen. Langfristig plant das Unternehmen auch, den Verkauf von bereits befüllten Kapseln anzubieten – zum Beispiel ein Kapselset für Ravioli und Co.

Fleisch auch aus dem Drucker?

Nicht erst seit Heinz Strunks Roman „Fleisch ist mein Gemüse“ wissen wir, dass die Deutschen enorm gern Fleisch essen. Durchschnittlich 58 Millionen Schweine landen hier jährlich auf der Schlachtbank. Und nicht nur in Deutschland ist der Fleischkonsum enorm hoch, auch die USA und China haben nichts gegen ein schmackhaftes Steak oder leckere Würstchen einzuwenden. Darüber hinaus wächst besonders in Schwellenländern – wie beispielsweise Südafrika, Saudi-Arabien, Mexiko und Israel – die Nachfrage nach Fleisch. Die Folgen des wachsenden Fleischkonsums wirken sich jedoch verheerend auf unsere Umwelt aus: Die industrialisierte Produktion wächst, Anbauflächen für Soja verdrängen Regenwälder, der weltweite Transport verursacht Luftverschmutzung.


Um dieser Herausforderung begegnen zu können, hat das US-Start-up Modern Meadow bereits 2012 einen ersten Lösungsansatz gefunden: Fleisch und Leder aus dem 3D-Drucker. Bei dem als „Biofabrication“ bekannten Verfahren wird Kühen Zellgewebe entnommen, das dann aufgearbeitet und anschließend im 3D-Drucker zu einer festen Masse zusammengeführt wird. Um diese Idee tatsächlich in die Tat umzusetzen, erhielten die Gründer Gabor und Andras Forgacs nun eine Zehn-Millionen-Dollar-Finanzspritze von dem in Hongkong ansässigen Investor Horizon Ventures.

Mehr erfahrt ihr auch in diesem Video:

Das Thema Gewebezucht ist jedoch nicht nur in der Lebensmittelindustrie aktuell, besonders in der Medizin sind die Möglichkeiten des 3D-Drucks vielversprechend – über den Druck von Organen haben wir bereits hier im tinte24-Magazin berichtet.

Foto: Thinkstock, iStock, tvirbickis

Cooles Teil: Das Eis-Kleid aus dem 3D-Drucker

Cooles Teil: Das Eis-Kleid aus dem 3D-DruckerFast jede Frau (und so mancher Mann) hat ja bekanntermaßen immer einen Schrank voll mit „nichts zum anziehen“. Wäre es nicht toll, wenn man zu Hause einen Drucker hätte, der problemlos Kleidung ausdruckt? Ganz so weit ist es noch nicht, aber immer mehr Designer nutzen die 3D-Technologie für ihre Kollektionen.
 
Eine Vorreiterin auf diesem Gebiet ist die niederländische Designerin Iris van Herpen. Sie hat bereits mehrere 3D-gedruckte Kollektionen vorgestellt, doch auf der diesjährigen Fashion Week in Paris hat sie etwas ganz Besonderes präsentiert: ein „Eis“-Kleid aus dem 3D-Drucker.

Ein Kleid aus Eis?

In ihrer Kollektion „Magnetic Motion“, zu Deutsch magnetische Bewegung, stellt van Herpen surrealistische Looks vor, die entweder komplett oder zumindest zum Teil aus dem 3D-Drucker kommen. Das Highlight der Kollektion bildet ein Kleid aus transparentem Kunststoff, das aussieht wie eine Eisskulptur. Das Kleid wurde dem Model Iekeline Stange quasi auf den Körper geschneidert und besitzt viele beeindruckende Details.

Form und Strukturen sind Eiskristallen nachempfunden, sodass das Kleid tatsächlich wirkt, als ob es jeden Moment schmelzen könnte. Dementsprechend begeistert waren auch die Mode-Experten auf der Fashion Week.In Zusammenarbeit mit dem belgischen Unternehmen Materialise konnte van Herpen ihre Kreationen ausdrucken und zu außergewöhnlichen Kleidungsstücken verarbeiten. Iris van Herpen arbeitet nicht wie andere Designer im Atelier, sondern in einem Labor, in dem ihr auch Wissenschaftler und Architekten zur Seite stehen. Diese Kooperationen inspirieren sie zu ihren ungewöhnlichen Designs.

Aufwendiger Fertigungsprozess

Iris van Herpens „Eis“-Kleid wurde Schicht für Schicht aus flüssigem Kunststoff gedruckt, der mit ultraviolettem Licht getrocknet wurde. Dieses Verfahren – auch bekannt als Mammut-Stereolithografie – macht es möglich, bereits nach kurzer Zeit die nächste Schicht Kunststoff aufzutragen und so den Druckvorgang zu beschleunigen. Dennoch dauerte es knapp 40 Stunden, bis das Kleid komplett gedruckt war. Danach mussten die Ingenieure noch einmal rund zehn Stunden investieren, um das Kleid von Hand fertigzustellen und zu polieren, damit es tatsächlich wie Eis aussieht.

Foto: thinkstock, iStock, TerricDelayn

Die Sonne einfangen: 3D-Druck in der Solarindustrie

Die Sonne einfangen: 3D-Druck in der SolarindustrieDer Solarbranche in Deutschland geht langsam das Licht aus, zahlreiche Solarhersteller mussten bereits Insolvenz anmelden. Neuen Aufschwung könnte der 3D-Druck bringen.

Australien macht es vor

Das Land der Sonne und der Kängurus tritt als Vorreiter auf. Die Melbourne Universität und die Monash Universität haben mit ihrem gemeinsamen „Victorian Organic Solar Cell Consortium“ eine 3D-Drucktechnologie entwickelt, mit der sie – innerhalb weniger Sekunden – flexible Solarzellen drucken können. Hierfür nutzen sie sogenannte „Solar-Tinte“ und erhoffen sich dadurch, der Solarindustrie neuen Aufschwung zu bereiten. Bereits im Jahr 2007 brachten die beiden Universitäten eine Solar-Neuheit auf den Markt: die sprühbaren Solarzellen. Deren Effizienz lag jedoch leider nur bei zehn Prozent – der Erfolg blieb aus. Nun scheinen die Forscher aus Melbourne und Monash jedoch auf dem richtigen Wege zu sein und gehen von einer schon baldigen Markteinführung des 3D-Solarzellendrucks aus.

Unterstützung vom Massachusetts Institute of Technology

Auch das angesehene Massachusetts Institute of Technology (MIT) sieht die 3D-Technologie als große Chance für die Solarbranche. Nach Einschätzungen des MIT könnten die zukünftigen 3D-Solarzellen mit rund 20 Prozent mehr Effizienz als die herkömmlichen Solarzellen punkten. Darüber hinaus wären die Produktionskosten merklich geringer und könnten die aktuellen hohen Produktionskosten um 50 Prozent senken. Dies liegt hauptsächlich daran, dass der 3D-Solarzellendrucker viel exakter arbeitet und keine Verschwendung der teuren Materialien in Kauf genommen werden muss.

Neue Chancen nutzen

Die derzeitige Solarbranche verliert mehr und mehr an (Strahl-) Kraft. Grund hierfür sind die hohen Produktionskosten, der geringe Wirkungsgrad, der komplexe Aufbau und die günstige Konkurrenz aus China. Mit den neuen Entwicklungen aus Australien könnte ein wichtiger Schritt zur Optimierung geschaffen worden sein – 3D-Druck sei Dank.

Foto: thinkstock, iStock, taraki

Die Terrakotta-Armee aus dem 3D-Drucker – Alte Krieger, neue Konflikte

Die Terrakotta-Armee aus dem 3D-Drucker – Alte Krieger, neue KonflikteDie Terrakotta-Armee von Xi’an in China zieht jährlich Tausende von Besuchern an und gehört seit vielen Jahren zum Weltkulturerbe. Nun macht sich ein Student aus Cambridge an das Skulpturen-Projekt „The Digital Terracotta Army“ – hiermit möchte er die menschlichen Kosten eines Kriegs visuell darstellen.

Die Terrakotta-Armee in China

Voller Stolz und mit ganz individuellen Gesichtszügen blicken die Krieger der Terrakotta-Armee auf ein imaginäres Schlachtfeld – jeder, der die Ausgrabungsstätte in Zentralchina bereits besucht hat, ist von ihr nachhaltig beeindruckt. 221 vor Christus gelang es Qín Shihuángdì, dem ersten Kaiser des chinesischen Reichs, China als Land zu einigen. Er war es auch, der sich die berühmte Terrakotta-Armee bauen ließ, damit sie ihm im Jenseits folgte. Nach seinem Tod ruhte die Armee über mehrere Jahrhunderte im Erdboden des Mausoleums Qín Shihuángdìs. Erst am 29. März 1974 stieß ein chinesischer Bauer bei Bohrarbeiten für einen Brunnen zufällig auf die einzelnen Tonstücke der Terrakotta-Armee. Nach genaueren Untersuchungen erkannten die hinzugerufenen Wissenschaftler, dass es sich hierbei um Fundstücke aus der Qin-Zeit handelte. Doch erst, nachdem Archäologen das Gebiet genauer untersuchten, erschloss sich der Umfang der Grabanlage des Kaisers mitsamt der Ton-Armee mit Tausenden Figuren unter dem Boden. Bis heute ist erst knapp ein Viertel der gesamten Anlage – mit rund 8.000 Kriegern, Pferden und Kriegswagen – komplett freigelegt; seit 1987 gehört die Terrakotta-Armee zum Weltkulturerbe.

The Digital Terracotta Army

Leo Implett, ein Student der Cambridge University in Großbritannien hat sich der Terrakotta-Armee nun im Rahmen eines interessanten Projekts genährt: Implett möchte Teile der ursprünglichen Krieger digitalisieren und mit einem 3D-Drucker neu zum Leben erwecken. Hierbei geht es ihm jedoch um mehr als nur um bloße Kunst. Der Student möchte durch seine Arbeit das Bewusstsein für die menschlichen Kosten eines Kriegs wecken – nach Impletts Empfinden sind sich viele Menschen in der westlichen und industrialisierten Welt nicht mehr über die realen Auswirkungen eines bewaffneten Konflikts bewusst; dies möchte er ändern. Am Beispiel des Israel-Palästina-Konflikts 2014 möchte er die erlittenen Opferzahlen darstellen: Jeder digitale Soldat steht hierbei für zehn Todesfälle. Es gibt 102 Soldaten in Schwarz, die für ein Zehntel der militärischen Todesfälle stehen, 164 rote Soldaten repräsentieren ein Zehntel der zivilen Verluste. 58 der Soldaten sind weiß und stellen ein Zehntel der durch den Konflikt gestorbenen Kinder dar.

Mangelnde Empathie

Auf der Internetseite Kickstarter versucht Leo Implett 5.000 US-Dollar einzusammeln, um sein Projekt realisieren zu können. Jeder Unterstützer hat durch seine Spende die Möglichkeit, mithilfe einer App ein Foto seines Gesichts aufzunehmen und zu versenden – ein Soldat der digitalen-Armee wird dieses Gesicht dann später tragen. Implett möchte damit die Empathie der Besucher ansprechen und Bewusstsein für Kriegsopfer wecken.

Foto: thinkstock, iStock, BigGabig

In rasantem Tempo: Häuser aus dem 3D-Drucker

In rasantem Tempo: Häuser aus dem 3D-DruckerWorüber wir bereits berichtet haben: Kopfhörer, Essen und Haut bzw. Prothesen aus dem 3D-Drucker. Die neue Technologie macht enorme Fortschritte. Nun besticht eine weitere beeindruckende Entwicklung: Der Bau von zehn Häusern an nur einem Tag – hergestellt mit dem 3D-Drucker!

Ein günstiges Eigenheim – aus dem 3D-Drucker?

Bereits der Amerikaner Andrey Rudenko zog Aufmerksamkeit auf sich, er druckte sich mit einem 3D-Drucker ein kleines Schloss für seinen Vorgarten. Nun setzen die Chinesen eins drauf – oder eher zehn – und schaffen es, innerhalb nur eines Tages die Bauteile für zehn Häuser mit dem 3D-Drucker anzufertigen. Die Firma aus Shanghai (Shanghai WinSun Decoration Design and Engineering) arbeitet bereits seit 2008, gemeinsam mit Professor Behrokh Khoshnevis von der University of Southern California, an dem Hausprojekt und konnte nun endlich ihre Ergebnisse präsentieren.

Die Häuser verfügen über eine Grundfläche von knapp vier mal sechs Metern und besitzen nur eine Etage – sie sind also eher nicht geeignet für eine Großfamilie mit ein paar Kindern. Dafür kostet das Eigenheim aus dem Drucker auch lediglich 4.800 US-Dollar und ist im Nu erbaut. Könnte dies also eine kostengünstige und schnelle Antwort auf den Wohnungsmangel in den Metropolen unserer Welt sein?

Alles ist möglich – mit einem riesigen Drucker

Der 3D-Drucker von WinSun umfasst eine Größe von 32 (L) x 10 (B) x 6,6 (H) Metern und stellt Bauteile von ca. 50 Zentimetern Breite her. Diese werden dann – Stück für Stück – senkrecht aufgerichtet und zusammengefügt. Um die Teile nicht zu schwer werden zu lassen, werden die Wände nicht massiv gedruckt, sondern erhalten zwischen zwei Schichten einen Hohlraum. Als besondere Innovation ist zu nennen, dass als Druckmaterial flüssiger Beton dient, der aus recyceltem Baumaterial hergestellt wurde. Außerdem können durch die Anwendung von 3D-Software-Programmen neben klassischen Fenstern und Türen bei der Planung, mit nur ein paar Klicks, auch Hohlräume für die Isolierung, Abflussrohre und ähnliches integriert werden.

WinSun plant in ganz China bereits 100 Recycle-Betriebe, die das benötigte Druckmaterial produzieren – und somit langfristig das Fundament für die 3D-Häuser gießen. Wir sind gespannt!

Stars in deinem Wohnzimmer: Berühmtheiten aus dem 3D-Drucker

Stars in deinem Wohnzimmer: Berühmtheiten aus dem 3D-DruckerSeid ihr so richtig eingefleischte Fans? Schlägt euer Herz vielleicht für Stars wie Helene Fischer, Bastian Schweinsteiger, Lady Gaga oder Robbie Williams? Dann seid ihr mit Merchandise-Artikeln wie Postern, Kaffeetassen, Bettwäsche und T-Shirts sicherlich bereits gut ausgestattet. Dank des neuen Berliner Start-ups Staramba könntet ihr nun jedoch einen weiteren Fan-Artikel zu eurer Sammlung hinzufügen: du und dein Star, Arm in Arm, als realitätsgetreue 3D-Figur.

Ein kleiner Star auf dem Fensterbrett

Im Juni 2014 begann die Erfolgsgeschichte: Christian Dauert, Vermögensberater für ehemalige Spitzenfußballer, kam auf die Idee, mit der er nun den Merchandise-Markt revolutionieren möchte. Mit einem 3D-Scanner, der mit 140 Kameras gleichzeitig aus allen möglichen Winkeln Fotos machen kann, wird ein dreidimensionales Modell von bekannten Stars und Spitzensportlern erstellt und als Ton-Figur ausgedruckt. Fans können sich nun – die gleiche Prozedur durchlaufend – auch zu einer kleinen Actionfigur modellieren lassen und mit ein paar Zaubertricks am Computer ihren Arm um den ausgewählten Lieblingsstar aus Film, Musik, Sport und ShowBiz legen – und fertig ist das 3D-Gruppentreffen! Selbstverständlich muss es jedoch nicht immer eine gemeinschaftliche 3D-Installation sein. Interessierte können auch nur sich selbst oder nur den Star als Sammlerstück im Showroom des Start-ups in Berlin ausdrucken lassen. Die Adresse findest du zum Beispiel hier: www.staramba.com.

Begonnen hat alles mit Linkin Park

Auf der USA-Tour der Crossover-Band Linkin Park im August dieses Jahres konnten Fans erstmals den neuen 3D-Merchandise-Artikel kennenlernen. Staramba begleitete die Band und ermöglichte es den Fans, nicht nur Miniaturfiguren der Band zu kaufen, sondern sich auch selbst als Tonfigur verewigen zu lassen. Dabei beeindruckten die Figuren mit ihrem Detailreichtum: Schnürbänder, Frisuren, Gesichtsformen und Grübchen konnten eins zu eins abgebildet werden. Insgesamt bietet das Start-up drei Produktgruppen an: Ein 3D-Selbstporträt im Maßstab 1:20, ein Porträt gemeinsam mit dem Star oder nur der Star als besonderes Erinnerungsstück – die 3D-Figuren kosten zwischen 116 und 230 Euro.

Das Interesse ist groß

Und das Projekt scheint erfolgreich zu sein. Neben Linkin Park haben sich, nach Angaben von Christian Dauert, bereits mehrere hochkarätige Stars bei Staramba gemeldet und sind an einer Zusammenarbeit interessiert. Die 3D-Idee ist nicht nur innovativ und kreativ – sie verspricht auch satte Gewinne für Künstler, Hersteller und Co.

Foto: Thinkstock, Hemera, Andrejs Pidjass

Mit dem Smartphone zum Forscher werden: Mikroskop aus dem 3D-Drucker

Mit dem Smartphone zum Forscher werden: Mikroskop aus dem 3D-DruckerEin handelsübliches Mikroskop kann schnell ins Geld gehen. Dieses Problem haben auch die Forscher des amerikanischen Pacific Northwest National Laboratory erkannt und prompt eine Lösung entwickelt: das Smartphone-Mikroskop aus dem 3D-Drucker, das gerade einmal 1 US-Dollar kostet. Wie das funktioniert und was ihr dafür braucht erfahrt ihr heute im tinte24-Magazin.

 

Alles was man für die 3D-Mikroskope braucht, sind ein 3D-Drucker bzw. Zugang zu einem solchen Drucker, eine Glaslinse und ein Smartphone. Die Datei, mit der das Mikroskop ausgedruckt werden kann, haben die Forscher kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt: http://availabletechnologies.pnnl.gov. Außerdem gibt es dort auch eine detaillierte Anleitung für den Zusammenbau.

Funktionstüchtiges Mikroskop für weniger als 1 Dollar

Die reinen Herstellungskosten belaufen sich auf weniger als 1 US-Dollar. Dabei sind allerdings die Kosten für den 3D-Drucker nicht mit eingerechnet. Doch in immer mehr Städten in Deutschland und Österreich kann man in öffentlichen Bibliotheken entweder gratis oder für ein geringes Entgelt eigene Entwürfe ausdrucken lassen. Somit kann sich also jeder Interessierte sein eigenes Mikroskop ausdrucken. Nach dem Druck wird das Mikroskop über die Kamera des Smartphones oder Tablets geschoben und schon kann die Entdeckungstour beginnen.

Salzkristalle und Blutproben erforschen

In der Basisversion erreicht das Mikroskop den Vergrößerungsfaktor 100. Wer noch detailliertere Auflösungen benötigt, kann mit der Version für Fortgeschrittene auch um den Faktor 350 und 1.000 vergrößern. Mit der 350-fachen Vergrößerung kann man zum Beispiel Blutproben auf Parasiten oder Amöben im Trinkwasser untersuchen.

Für kleine Hobbyforscher reicht die 100-fache Vergrößerung sicher schon aus. Damit können Kinder (und natürlich auch alle anderen Interessierten) beispielsweise Salzkristalle oder Blütenpollen erforschen. Außerdem eignet sich diese Basisversion sehr gut, um sich mit dem Mikroskop vertraut zu machen.

Besonders interessant dürfte dieses Smartphone-Mikroskop wohl für Schulen sein, die damit Experimente durchführen. Für echte Forschungsarbeit dürften nach wie vor die herkömmlichen Mikroskope die einzige praktikable Option sein. Doch dank der Herstellungskosten von nur einem Dollar dürften sich aber auch Hobbywissenschaftler oder -bastler über diese kostengünstige Möglichkeit freuen, an ein Mikroskop zu gelangen.

Einfach ausdrucken, auf das Smartphone oder Tablet aufstecken und los geht’s. Also, worauf wartet ihr?

Foto: luchschen_shutter – Fotolia.com

3D-Künstler: Sie machen unsere Welt ein wenig origineller

3D-Künstler: Sie machen unsere Welt ein wenig originellerWer hätte das tatsächlich gedacht! Überall auf der Welt finden sich Künstler, die mit der 3D-Technologie kleine und große, skurrile und hübsche Kunstwerke erschaffen. Besonders im Internet können Interessierte die Ergebnisse aus dem Drucker bestaunen – und teilweise auch erwerben.

Verschönert euch! Schmuck aus dem 3D-Drucker

Es glitzert, es blinkt, es ist hübsch – viele Künstler erstellen Schmuck mit dem 3D-Drucker. So zum Beispiel Michael Müller, alias Pookas. Hierbei verwendet er – im Gegensatz zu vieler seiner Kollegen – kein Plastik, sondern Metall und polierten Stahl. Die Schmuckstücke sehen ausgesprochen edel aus und machen gar nicht den Eindruck, als würden sie aus dem Drucker kommen.

Auch Ovidiu Opresco widmet sich der Schmuckherstellung mit dem 3D-Drucker – und hiermit fing er erst kurz vor seinem 70. Geburtstag an! Der gebürtige Rumäne hat mit seinem „Dad’s Beer Ring“, einem Ring mit integriertem Flaschenöffner, bereits viele Fans gefunden und bietet seine Entwürfe auf dem 3D-Marktplatz Shapeways an.

Neben Pookas und Ovidiu Opresco reiht sich auch Vertigo Polka in die Reihe der 3D-Schmuckdesigner ein. Der Mann aus der Nähe von Chicago stellt nicht nur ausgefallene Ohrringe, Armbänder, Ketten und Ringe her – er kreiert dazu auch direkt die passenden Aufbewahrungstaschen, was will Frau mehr?!

Ungewöhnlich, aber schön

Doch nicht jeder 3D-Künstler stellt Objekte her, die von alltäglichem Nutzen sind. Vieles ist auch einfach nur hübsch anzuschauen und fordert die Kreativität des Betrachters. So zum Beispiel die Kunstwerke von Emmett Lalish. Besonders bekannt wurde der Amerikaner durch seine Zahnradmodelle in Würfel- und Herzform – sein Doktortitel in Luft- und Raumfahrt kam dem Ingenieur bei seinen Entwürfen sicherlich zugute.

Auch Ioan Florea entschied sich für einen ganz ausgefallenen 3D-Druck: Florea gestaltete einen älteren Ford Torino vollständig um und überzog die Karosserie mit einer eigens entwickelten Masse. Nun sieht der Wagen so aus, als wäre er in flüssiges Blei getaucht worden.

Let’s play!

Neben Schmuck und anderen Kunstwerken gibt es ein weiteres Genre, das 3D-Künstler anzieht: Spiele. Oskar van Deventer, der Puzzle-König aus den Niederlanden, hat mit dem 3D-Drucker bereits hunderte verschiedener Puzzles entwickelt und auf den Markt gebracht.

Und auch Clayton Mitchell (clay2n) mag es eher verspielt. Der Künstler entwarf das erste mobile 3D-Druck-Spiel, bei dem Teilnehmer spielen und gleichzeitig knuffige Monster als Spielfiguren selbst entwerfen und per 3D-Drucker zum Leben erwecken können.

Foto: dreamnikon – Fotolia.com

3D-Druck als Marketinginstrument: Zwei gelungene Beispiele

3D-Druck als Marketinginstrument: Zwei gelungene BeispieleWas haben Kaffee und 3D-Drucker miteinander zu tun? Auf den ersten Blick eigentlich nichts, außer dass beide bei Technikfans sehr beliebt sind. Aber zwei Kaffee-Hersteller haben sich jetzt die 3D-Technik für ihre aktuellen Marketingkampagnen zunutze gemacht. Wir stellen euch im tinte24-Magazin die beiden Marketingkampagnen näher vor.

Der Nescafé-Wecker

Früh aufstehen ist nicht jedermanns Sache, vor allem montags hilft meistens nur starker Kaffee um richtig in Schwung zu kommen. Das Problem kennen sicher auch die Verantwortlichen in der Marketingabteilung bei Nescafé. Die Schweizer Kaffeemarke hat einen ganz besonderen Wecker vorgestellt: Ein Arduino-Wecker aus dem 3D-Drucker macht auch die größten Schlafmützen munter. Der Clou: Die Wecker – deren Auflage auf nur 200 Stück limitiert ist – lassen sich nur ausstellen, wenn man den Deckel der Nescafé-Packung abschraubt.


Um die Wecker herzustellen ist die federführende Agentur NOTlabs eine Kooperation mit dem Dienstleister Shapeways eingegangen. Um das Innenleben der Arduino-Wecker drucken zu können, haben sie auf einen Makerbot 3D-Drucker der 5. Generation zurückgegriffen.

In diesem Produktvideo wird der Weckerverschluss genauer vorgestellt:


Individuelle Kaffeedosen aus Finnland

Die Finnen sind Kaffeeweltmeister – der Pro-Kopf-Verbrauch liegt jährlich bei 1305 Tassen Kaffee. Dementsprechend stark umkämpft ist auch der Kaffeemarkt im „Land der tausend Seen“. Da muss man sich als Kaffeeproduzent schon etwas Besonderes einfallen lassen. Das dachten sich wohl auch die Marketingverantwortlichen von Paulig, dem Marktführer in Finnland und den baltischen Staaten. In der neuesten Kampagne werden die Kunden dazu aufgerufen, auf einer eigens geschaffenen Webseite ihre individuelle Kaffeedose zu entwerfen, die anschließend per 3D-Drucker hergestellt werden kann.

Für diese Marketingaktion ist Paulig ebenfalls eine Kooperation mit Shapeways eingegangen. Der Marktplatz für 3D-Design stellt die Software und kümmert sich um die Abwicklung. Auf einer gemeinsamen Projektwebseite stellen die beiden Firmen die Aktion vor und bieten den Kunden die Möglichkeit, ihrer 3D-Kreativität freien Lauf zu lassen. An die Kaffeedosen kommt man auf zwei Wegen: Erstens gibt es Aktionscodes auf den Kaffeepackungen, die man im Laden kaufen kann.

Diesen Code kann man auf der Webseite eingeben und anschließend schauen, ob man einen Druck im Wert von 300 Euro gewonnen hat. Zweitens gibt es die Möglichkeit, seine Kaffeedose auf der Webseite zu gestalten und dann darauf zu hoffen, dass andere User und eine Fachjury die eigene Kreation zu den 25 besten zählen.

Sowohl die Nescafé-Aktion als auch die Kampagne von Paulig zeigen, wie man 3D-Druck erfolgreich in einer Marketingkampagne einsetzen kann. Wir sind gespannt, wann die ersten Werbetreibenden in Deutschland ähnliche Aktionen starten.

Bildnachweis: Screenshot des verlinkten YouTube-Videos

Luxusuhren aus dem 3D-Drucker

Luxusuhren aus dem 3D-DruckerEine Liaison der besonderen Art – die Uhrenmanufaktur ALB (Atelier Le Brézéguet) aus Toulouse kombiniert klassische Uhrmacherkunst mit modernem Design. Das besondere dabei ist, dass die Gründer Vincent Candellé-Tuheille und Simon-Pierre Delord einen 3D-Drucker verwenden, um die reliefartigen Zifferblätter herzustellen. So entstehen limitierte Editionen außergewöhnlicher Luxus-Armbanduhren.

Schweizer Uhrmacherkunst und ein Zifferblatt aus dem 3D-Drucker

Die beiden Gründer wollten anspruchsvolle Designs kreieren und dabei hochwertige Komponenten wie ein Schweizer Uhrwerk und edle Materialien verwenden. Es ist ihnen wichtig eine Symbiose aus Kunst, Handwerk und Technologie zu erzielen, was mit Bauteilen aus dem 3D-Drucker möglich ist. Diese neue Technologie ist in der Lage, aus nahezu allen Designideen hochwertige Bauteile entstehen zu lassen. Die Manufaktur ALB arbeitet eng mit Sculpteo zusammen, einem französischem Unternehmen, das online-basierten 3D-Druck anbietet.

Neue Materialeigenschaften und Technologien

Candellé-Tuheille und Delord sind von der Originalität, der Oberflächenbeschaffenheit und den Materialeigenschaften der 3D-Elemente beeindruckt. Durch Zusammenarbeit mit Sculpteo und einer Reihe von Tests ist beispielsweise eine neue Farbtechnik entstanden, mit der sich die plastisch anmutende Farbfüllung der einzelnen Segmente des reliefartigen Zifferblatts realisieren lässt. Das Uhrwerk ist gewissermaßen in ein „Zwischengehäuse“ aus dem 3D-Drucker eingeschalt, das das Zifferblatt, einen Ring um das Werk und einen Teil des Werkbodens umschließt.

Bisher sind die Modelle „Balade au Brézéguet“ und “Secondes d’Eclipse“ in einer Auflage von jeweils 15 Exemplaren entstanden. Die 3D-Druck-Technologie ist mittlerweile zum festen Bestandteil des Produktionsprozesses geworden – so lassen sich außergewöhnliche Designs in kleinen Stückzahlen realisieren.

Doch auch das Uhrmacherhandwerk kommt nicht zu kurz: Die mechanischen Schweizer Uhrwerke werden von Hand montiert und feinreguliert. Die außergewöhnlichen Stücke bekommen ein wasserdichtes Gehäuse aus Edelstahl mit einem Saphirglasboden, durch den Ihr die Schwungmasse des Automatikwerks sehen könnt. Eine klassische Zwiebelkrone komplettiert das Gehäuse. Die extravaganten Stücke werden mit einem Kalbslederband und einer Doppelfaltschließe ausgestattet, was ein angenehmes und sicheres Tragen gewährleistet.

Foto: Pressestelle – Atelier Le Brézéguet (ALB)

Kleine Kunstwerke im Ohr – Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Kleine Kunstwerke im Ohr – Kopfhörer aus dem 3D-DruckerOwnPhones, ein amerikanisches Start-up, hat kürzlich seine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter mehr als erfolgreich beendet. Anstelle der anvisierten 250.000 sammelte das Unternehmen knapp 770.000 US-Dollar. Nun soll die Herstellung von personalisierten Kopfhörern aus dem 3D-Drucker beginnen – wir sind gespannt!

Nie wieder schmerzende Ohren

Wer kennt das nicht? Nach dem längeren Tragen von Kopfhörern – seien es nun In-Ear- oder On-Ear-Kopfhörer – tut das Ohr weh; irgendwo drückt es immer! Dieses Problem ist das Start-up nun angegangen und möchte mit den OwnPhones personalisierte Kopfhörer herstellen, die perfekt in die individuelle Ohr-Form des Trägers passen.

Dafür muss der Kunde seine Ohren mit der OwnPhone App einscannen und das entstandene Video an den OwnPhone Server schicken. Hier wird das Video in eine 3D-kompatible Datei verwandelt und mit der Hilfe eines 3D-Druckers millimetergenau hergestellt. Durch dieses Vorgehen passt der Kopfhörer optimal in das Ohr des Trägers – kann aber auch nicht mehr von Freunden und Verwandten ausgeliehen bzw. mitgenutzt werden.

Personalisierung – das Zauberwort

Die 3D-Kopfhörer arbeiten alle kabellos und via Bluetooth – und damit enden auch bereits die Gemeinsamkeiten eines jeden OwnPhones. Die Kunden können ihre Kopfhörer nämlich ganz nach den persönlichen Wünschen und Präferenzen erstellen lassen. Dies beginnt bei der Farbe der Kopfhörer, dem äußeren Design, dem verwendeten Material und endet mit der Frage, bei welcher Aktivität die Kopfhörer besonders häufig getragen werden sollen. Sollen sie zum Beispiel beim Joggen genutzt werden, können sie auf einen besonders sicheren Halt ausgerichtet werden. Insgesamt planen die Hersteller mehr als 10.000 Kombinationsmöglichkeiten.

Darüber hinaus bieten die OwnPhones ein weiteres lustiges (und vielleicht auch hilfreiches) Gimmick: Durch ein LED-Licht an der Außenseite des Kopfhörers kann der Träger seinen aktuellen Status kommunizieren. Rot bedeutet „geh‘ bloß weg, ich habe total viel zu tun“, gelb steht für „ich bin ein wenig busy“ und grün kommuniziert „kommt doch vorbei – ich möchte quatschen“.

Und wie geht es weiter?

Nachdem nun die Finanzierung steht, beginnt im Dezember 2014 die Beta-Phase. Im Februar 2015 soll die Produktion beginnen und im März des nächsten Jahres können sich die ersten Kunden über ihr persönliches OwnPhone freuen. Der Preis für dieses besondere Druck-Erzeugnis liegt zwischen 150 und 300 US-Dollar.

Foto: Patrizia Tilly – Fotolia.com

„Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen“ – Der 3D-Druck beim Zahnarzt

„Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen“ – Der 3D-Druck beim ZahnarztZahnersatz, Zahnreinigung, Zahnarzt – spätestens jetzt hat jeder Leser leichte Zahnschmerzen. Doch auch wenn das Thema schnell als unangenehm eingestuft wird, gibt es in dieser Branche spannende Entwicklungen: so zum Beispiel der Einsatz von 3D-Druckern.

Zahnlabore: Die Maus löst den Wachsmesser ab

Ganz so neu ist die Entwicklung gar nicht mehr, seit bereits 20 Jahren verdrängt der 3D-Druck in einigen Ländern die klassische Fertigung, also den bisherigen Feinguss von Hand, von Zahnprothesen und Co. Nach Angaben aus dem Dentalumfeld findet der 3D-Druck im Mund bereits echte Serienanwendung und stellt pro Jahr etwa 6,8 Millionen Einheiten her – die Tendenz ist hier steigend.

Zahnlabore müssen sich auf diesen Wandel einstellen und ihr Personal darauf schulen. Bei der Anwendung des 3D-Drucks wird der Mundraum des Patienten mit einem 3D-Aufnahmegerät eingescannt und mit Hilfe der virtuellen Aufnahmen können anschließend Brücken und Kronen innerhalb weniger Minuten hergestellt, bzw. ausgedruckt werden.

Die Vorteile des 3D-Drucks liegen bei der Produktion klar auf der Hand: Die Herstellung von Implantaten und Zahnersatz verläuft merklich schneller und ist zumeist auch qualitativ hochwertiger. Der digitale Prozess ist ausgesprochen präzise – ein Zahntechniker kann dies kaum leisten geschweige denn übertreffen. Außerdem können bei der additiven Fertigung Werkstoffe angewendet werden, die bei der klassischen Produktion nicht genutzt werden können, da diese nicht gießbar sind. Dies kann die Endprodukte auch merklich leichter machen, da die Prothesen aus leichteren Strukturen gefertigt sind – der Festigkeit der Prothesen tut dies keinen Abbruch.

Die Qualität steigt, der Preis sinkt

Das Fertigungsverfahren mit dem 3D-Drucker vereinfacht die Zahntechnik enorm. Die Produkte werden nicht nur leichter und schneller angefertigt – Zahntechniker können auch einfacher und flexibler auf die Bestellung von Einzelanfertigungen und kleinere Stückzahlen reagieren. Mit dem heutigen Stand der Technik werden im Dentalumfeld zumeist nur Serienanfertigungen hergestellt, nur so lässt sich der (bereits hohe Preis) stabil halten. Mit der Einführung des 3D-Drucks ist dem ein Ende gesetzt: Die additive Fertigung ermöglicht wahre „Kunstwerke“ im Mundraum – und dies zu einem günstigeren Preis.

Foto: WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

Hier spielt die Musik: Instrumente aus dem 3D-Drucker

Hier spielt die Musik: Instrumente aus dem 3D-DruckerMusikinstrumente sind ganz schön teuer! Das wird jeder wissen, der ein Kind an der Musikschule angemeldet hat oder selbst ein Instrument spielt. Meist wird das Instrument daher zunächst ausgeliehen und erst viel später gekauft. Nun haben findige Tüftler eine weitere Lösung gefunden: Musikinstrumente aus dem 3D-Drucker.

The Sound of Music

Um eines klarzustellen, auch die Instrumente aus dem 3D-Drucker sind (bestimmt) nicht günstig und noch handelt es sich bei den meisten Modellen um Prototypen. Trotzdem, entwickelt sich diese Idee weiter und wird optimiert, scheinen sie eine spannende Neuerung in der Musikwelt zu sein. So gibt es mittlerweile fast jedes Instrument auch als 3D-Druckversion: Der Wissenschaftler Amit Zoran vom Media Lab des Massachusetts Institute of Technology hat bereits vor ein paar Jahren eine spielbare Flöte mittels dem Rapid-Prototyping-Verfahren entworfen. Kurz darauf folgte eine Gitarre (für 175 Dollar) und auch eine spielbare Violine aus dem 3D-Drucker.

Die Band tritt an

Olaf Diegel, Professor der Mechatronik an der Massey University in Auckland, hat 2013 ein wahres musikalisches Highlight erschaffen: Auf der Euromold 2013 in Frankfurt präsentierte der Wissenschaftler aus Neuseeland zusammen mit 3D Systems Instrumente für eine ganz Rock-’n‘-Roll-Band. Hierzu gehörten E-Gitarren, ein fünfteiliges Schlagzeug, ein Keyboard und Co. Zuvor hatte Diegel bereits mit dem Druck besonders künstlerischer E-Gitarren punkten können: Bunte Instrumente im Spinnen- oder Skarabäus-Design zogen 2012 die Aufmerksamkeit auf sich.

Eins hat noch gefehlt

Nun hat der Ingenieur noch eins draufgesetzt und folgte dem Ruf von Avi Reichental – dem CEO von 3D Systems – die Band zu vervollständigen und ein Saxophone aus dem 3D-Drucker herzustellen. Dies ist ihm erfolgreich gelungen – Diegel präsentierte erst kürzlich ein realitätsgetreues Saxophone, das relativ echt klingt.

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Der ewig gleiche Brei? Das muss nicht sein – Essen aus dem 3D-Drucker

Der ewig gleiche Brei? Das muss nicht sein – Essen aus dem 3D-DruckerMöhren, Kartoffeln, ein Stück Hähnchenbrust und dazu etwas Sauce – ein ganz normales Essen. Nicht so für Menschen mit Kau- und Schluckbeschwerden. Sie müssen zumeist auf optisch unattraktive Suppen und Breie zurückgreifen. Dank eines 3D-Druckers soll dies nun ein Ende finden.

Kaufreundlich und optisch ansprechend

Besonders ältere Menschen leiden häufig unter Schluckbeschwerden und können härteres Essen kaum genießen. Bis vor kurzem mussten sie – und auch die Köche in Pflegeheimen – daher auf immer gleiche Suppen und dickflüssige Speisen zurückgreifen; ein ausgesprochen unbefriedigendes Angebot. Die deutsche Firma Biozoon Smoothfood aus Bremerhaven hat sich diesem Problem mit Erfolg angenommen und stellt nun, mit der Hilfe eines 3D-Druckers, optisch ansprechende und gleichzeitig kaufreundliche Nahrung her.

Erbsen und Schweinefleisch aus dem Drucker

Biozoon Smoothfood stellt aus frischen Zutaten, wie zum Beispiel Gemüse, Fleisch und Kohlenhydraten, eine Art Lebensmittel-Tinte für den 3D-Drucker her. Vermengt mit einem geschmacks- und geruchsneutralen Bindemittel entstehen auf diese Weise ganz normal aussehende Gerichte, die jedoch nicht gekaut werden müssen und auf der Zunge zergehen. Gedruckte Nudeln, Schweinekoteletts, Erbsen, Hühnchen und Kartoffeln – Biozoon gibt kranken und älteren Menschen damit wichtige Lebensqualität zurück. Zurzeit arbeitet das Unternehmen noch daran, sein Mahlzeit-Angebot zu erweitern.
Noch beziehen Pflegeheime das gedruckte Essen zentral von Biozoon, doch auch das soll sich zukünftig ändern. Langfristig besteht das Ziel, Drucker an verschiedene Stellen auszugeben. So können zum Beispiel Pflegeheime selbständig und flexibel die Mahlzeit für ihre Kundschaft drucken.

Hähnchen aus Schaum

Neben der neusten Innovation – der Herstellung von Lebensmitteln durch den 3D-Drucker – bietet Biozoon seinen Kunden eine weitere, technik-freie, Vorgehensweise an: Lebensmittel-Pürees werden mit einer Pulvermischung vermengt und mit der Hilfe von Silikonformen und Sahnesiphons in eine attraktive und naturgetreue Form gebracht. Patienten mit Kau- und Schluckbeschwerden können somit alle Geschmäcker genießen und müssen dabei auf keine unansehnlichen Breie zurückgreifen.

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Umweltschutz – Mit dem 3D-Drucker gegen Plastikmüll

Umweltschutz – Mit dem 3D-Drucker gegen PlastikmüllMit dem 3D-Drucker zaubern Hobby-Bastler, Künstler, Unternehmen und Wissenschaftler Produkte, die sie selbst entwerfen und im jetzigen Moment unbedingt brauchen; eine tolle Erfindung! Nur ein Problem stellt sich hierbei: Der Kunststoff, aus dem der Drucker die Gegenstände herstellt, ist meist neuwertiges Plastik – und somit gar nicht gut für die Umwelt. Nun scheint eine Lösung gefunden.

Der Ekocycle Cube

Das US-Unternehmen 3D-Systems hat mit seinem „Ekocycle Cube“ einen Printer auf den Markt gebracht, dessen Filament aus 25 Prozent recycelten Materialien wie Pfandflaschen stammt. Das entspricht ungefähr drei 0,5-Liter PET-Flaschen. Der 3D-Drucker wird über einen Touchscreen bedient und findet in jedem Arbeitszimmer Platz. Der einzige Nachteil: Der Ekocycle kann nur Gegenstände bis zu einer Größe von 15 Zentimetern drucken und die Farbauswahl beschränkt sich (noch) auf die Farben Natur, Rot, Schwarz und Weiß. Dies ist für ein paar Interessierte vielleicht ein Hinderungsgrund, kostet der 3D-Drucker immerhin noch stolze 1.199 US-Dollar (ca. 889 Euro).

Filament aus eigener Produktion

Falls sich Nutzer mit den 25 Prozent recyceltem Plastik in den jeweiligen Druckerpatronen nicht zufrieden geben möchten, können sie auch das gesamte Filament aus Plastikmüll herstellen. Hierfür wird der Müll zunächst gereinigt, kleingeschnitten und letztendlich mit einem Büro-Schredder noch weiter verkleinert. Ist dieser Schritt getan, wird ein Gerät benötigt, das das Plastik erhitzt und zu Fäden „spinnt“ – so entsteht das benötigte Druckmaterial. Als Gerät bietet sich hierfür zum Beispiel der „Recyclebot“ des Erfinders Joshua Pearce an. Der Wissenschaftler der Michigan Technological University stellt seine Baupläne als Open Source Projekt der Gemeinschaft zur Verfügung.

Und die Kosten? Es lohnt sich!

Nicht nur der Umwelt wird etwas Gutes getan, wenn sich Nutzer des 3D-Drucks für die eigene Herstellung des Filaments durch recyceltes Plastik entscheiden. Auch das Portemonnaie bedankt sich: Kostet ein Kilogramm Filament im Einzelhandel zwischen 25 und 35 Euro, ist die gleiche Menge, selbst gemacht, bereits für ein paar Cent zu haben – wenn sich das mal nicht doppelt lohnt!

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3D-Drucktechnologie in der Medizin – Gedruckte Haut

3D-Drucktechnologie in der Medizin – Gedruckte HautSchmuck, Schuhe und ein ganzes Haus. Mittlerweile kann man sich ruckzuck seinen halben Haushalt aus dem 3D-Drucker zaubern. Doch nun geht es noch einen Schritt weiter: Aus Zellkügelchen wird neue Haut gedruckt – diese Ideen stammen nicht aus einer US-amerikanischen Arztserie. Rund um die Welt beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Möglichkeit, den 3D-Druck für die Medizin zu nutzen.

Haut aus dem 3D-Drucker

Diese Entwicklung könnte besonders für Verbrennungsopfer eine Erlösung sein. Werden heute Hauttransplantationen benötigt, so müssen diese aus der gesunden Haut des Patienten entnommen werden. Eine schmerzhafte und sehr aufwendige Prozedur. Der Medizinischen Hochschule Hannover ist nun ein Durchbruch gelungen: Haut aus dem 3D-Drucker. Dafür wird dem Patienten ein kleines Stück Haut entnommen, das anschließend sehr klein geschnitten wird, um an bestimmte Zelltypen zu kommen: Keratinozyten und Fibroblasten, die Hauptzelltypen, werden benötigt, um ein Hautkonstrukt zu züchten.

Zellkügelchen als „Farbpigmente“

Nach einer aufwendigen Prozedur liegen die Zellkügelchen frei – der wichtigste Teil für den „Haut-Druck“. Die Zellkügelchen sind im Grunde wie die Farbpigmente in der Tinte. Sie werden mit einer Flüssigkeit vermischt und dann als Schicht auf einen Glasträger angebracht. Nun sind die Hautzellen im Gel eingebettet und werden somit mitgedruckt. Jetzt kann der tatsächliche Druck beginnen! Dabei schießt ein Laser mit Hochdruck auf die besagte Glasplatte. Die Zellkügelchen lösen sich und werden auf eine weitere, darunterliegende Glasplatte gefeuert. Am Ende der Prozedur liegt den Wissenschaftlern ein dreidimensionales Muster der neuen Haut vor, das jetzt noch reifen muss.

Es fehlen Pigmente und Haarzellen

Der Reifeprozess der gedruckten Haut dauert rund zwei Wochen. Ist dieser abgeschlossen, liegt tatsächlich lebende Haut vor! Noch fehlen Pigmente und Haarzellen, aber theoretisch könnte die Haut nun transplantiert werden. Da die künstliche Haut in Deutschland jedoch in der Praxis noch nicht zugelassen ist, müssen sich Patienten noch etwas gedulden.

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Revolution in der Autoindustrie? Autos aus dem 3D-Drucker


Was man nicht alles mit einem 3D-Drucker entwerfen und ausrucken kann. Jetzt könnte die revolutionäre Technik vielleicht sogar die Automobilindustrie, im wahrsten Sinne des Wortes, nachhaltig verändern. Amerikanische Ingenieure haben bereits das erste Auto per 3D-Drucker hergestellt. Anstelle von schwerem Blechkleid sind jetzt Leichtbau und Kunststoffdesign Trumpf. Diese Art der Herstellung schont nicht nur die Umwelt, sondern bietet auch völlig neue Möglichkeiten für Kleinserien-Hersteller von Automobilen.

Alles begann mit einem Traum

Jim Kor, seines Zeichens amerikanischer Ingenieur, wollte sich den Traum von einem eigenen Auto verwirklichen. Zusammen mit den Kollegen seiner kanadischen Firma Kor Eco-Logic begann er ein Fahrzeug zu entwickeln, dass nicht nur besonders sparsam sein sollte, sondern in der Herstellung auch nachhaltig und umweltfreundlich. Das Ergebnis war verblüffend: Kor ließ fast alle Bauteile von Industrie-3D-Druckern herstellen und verwendete dabei den Kunststoff ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat). Nach 2.500 Druckstunden war sein Traum Wirklichkeit: Der „Urbee 2“ – ein Ufo-artiges Hybridauto – war geboren. Lediglich der verbaute Verbrennungsmotor und der Fahrzeugrahmen sowie ein paar Kleinteile stammten nicht aus dem 3D-Drucker.

Die Zukunft der Automobilherstellung?

Das Pilot-Projekt hat zwar für viel Aufsehen gesorgt, an eine Umsetzung in der Großserienfertigung ist aber noch nicht zu denken. Der Aufwand und die Kosten für die Herstellung eines Fahrzeugs per 3D-Druck-Verfahren sind, gemessen an der herkömmlichen Fahrzeugherstellung, noch vergleichsweise hoch. Das Ergebnis eignet sich daher eher für Kleinserienhersteller, beispielsweise von Elektrofahrzeugen, als für die Großserie. Vorstellbar ist aber, dass in Zukunft zumindest Teilegruppen im 3D-Drucker entstehen könnten. Inzwischen können verschiedene Kunststoffarten in den hochmodernen Druckern miteinander verbunden werden, was völlig neue Potenziale eröffnet.

In den USA und in China wird derzeit sogar daran gearbeitet, mit Hilfe von 3D-Druckern und einem speziellen Gemisch aus Sand und Bindemitteln, ganze Häuser herzustellen.
Da die Forschung in diesem Bereich aber streng genommen immer noch in den Kinderschuhen steckt, wird die Zukunft zeigen, welche Werkstoffe noch zur Verwendung und Herstellung durch 3D-Drucker verwendet werden können.

Das nächste Projekt steht in den Startlöchern

Der „Urbee 2“ war nur der Anfang. Derzeit plant das US-Start-up Local Motors aus Arizona, innerhalb von nur vier Monaten, ebenfalls ein Auto mit Hilfe des 3D-Druckverfahrens herzustellen. Innerhalb dieser vier Monate soll aber nicht nur die Herstellung, sondern der gesamte Entwicklungsprozess vom Design bis zum fertigen Fahrzeug abgewickelt werden. Ziel der Aktion ist es vor allem zu zeigen, dass die herkömmliche und langwierige Fahrzeugproduktion, wie wir sie heute kennen, in Zukunft ausgedient hat und durch neue Methoden ersetzt wird.

Prothesen aus dem 3D-Drucker – Hilfe zur Selbsthilfe


Kriege zerstören. Sie zerstören die Infrastruktur eines Lands, die Wirtschaft, sie hinterlassen Tote, verletzte und verzweifelte Menschen. So auch während des Bürgerkriegs zwischen der mehrheitlich schwarzafrikanischen Bevölkerung des Südsudans und der arabisch dominierten Zentralmacht in der Hauptstadt Khartoum. Im Verlauf dieses Kriegs ließen vermutlich zweieinhalb Millionen Menschen ihr Leben – tausende Opfer verloren Gliedmaßen wie Hände, Arme und Füße. So auch der damals 14-Jährige Sudanese Daniel Omar.

Hilfe zur Selbsthilfe

Im April 2012 berichtete das Magazin „Time“ vom Schicksal des Jungen, der durch eine Bombe beide Arme verlor. Nun war er von der Hilfe seiner Familie abhängig, konnte sich weder selbst waschen noch eigenständig essen. Der Chef der Not Impossible Labs, Mick Elbing, hörte von dieser Geschichte und wollte helfen – das „Project Daniel“ war geboren. Die Firma verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, kostengünstige und einfache Lösungen für medizinische Probleme zu entwickeln. Elbing reiste in das Land und begann, mit einem 3D-Drucker funktionale und günstige Prothesen für Kriegsopfer zu erstellen. Das Projekt wurde zum vollen Erfolg. Omar kann mit seinen Prothesen wieder ohne Hilfe seine täglichen Aufgaben meistern. Doch nicht nur das: Mick Elbing gab sein Equipment und Wissen an die Bevölkerung weiter und –obwohl nach wie vor Krieg in dieser Region herrscht – wird pro Woche ein neuer Arm „gedruckt“. Ein bemerkenswertes Projekt!

Das Roboleg

Die Prothesen des Not Impossible Labs kosten pro Stück rund 100 Dollar und sind innerhalb von sechs Stunden hergestellt – kostengünstig, schnell, robust und zielführend also. Doch auch andere Forscher arbeiten an der Entwicklung von Prothesen aus dem 3D-Drucker. Teppichleger Richard Van As und Special-Effects-Spezialist Ivan Owen haben neben ihrer prothetischen Hand „Robohand“ nun auch ein Bein entwickelt – das sogenannte „Roboleg“. Die einzelnen Teile stammen größtenteils aus dem 3D-Drucker, ein Metalleinsatz gibt der Prothese ihre Stabilität. Die Besonderheit bei dieser Beinprothese liegt darin, dass sie auf einen Pneumatikbetrieb ausgelegt ist. Eine spannende Entwicklung, die sicher in Zukunft eine Alternative zu den herkömmlichen, in der Regel teuren, Beinprothesen bieten kann.

Beine und Arme aus dem 3D-Drucker

Mit dem 3D-Drucker konnten bereits viele verschiedene Prothesen entwickelt werden. Die Zielgruppen und Kosten mögen enorm divergieren, doch das Ziel ist immer das gleiche: Menschen das Leben dauerhaft erleichtern.

Foto: Composer – Fotolia.com

 

Frische Früchte auf Abruf: Obst aus dem 3D-Drucker


Wie wäre es mit einem schönen Fruchtcocktail aus dem Drucker? – Ganz so weit ist es noch nicht, aber das was das britische Start-up Dovetailed entwickelt hat, geht schon stark in diese Richtung. Mit Hilfe eines 3D-Druckers stellen die Erfinder des Obst-Druckers kleine Kügelchen her, die es in verschiedenen fruchtigen Geschmacksrichtungen gibt. Wie genau das funktioniert, stellen wir euch heute vor.

Fruchtkugeln dank Sphärifikation

Für die Früchte aus dem 3D-Drucker haben die Erfinder Fruchtmus genutzt, das sie mit Natriumalginat versetzt haben. Per Sphärifikation wird dieses Fruchtmus dann in seine Tröpfchen-Form gebracht. Unter Sphärifikation versteht man die Herstellung von Kugeln, deren feste Hülle einen flüssigen Inhalt umschließt. Beim Biss auf die Kugel wird der Inhalt freigesetzt und eine Geschmacksexplosion im Mund verursacht. Das Konzept ist nicht neu: Molekularköche in der ganzen Welt nutzen schon seit Jahren Sphärifikation, um ihre Kreationen herzustellen. Der Spanier Ferran Adrià produziert so Fruchtkaviar, für den er schon verschiedene Preise einheimsen konnte. Doch eines ging bisher nicht: Die vollautomatisierte Sphärifikation ist erst dank der Forscher von Dovetailed möglich.

In diesem Video zeigen die Macher wie sie mit Hilfe ihres Druckers eine Himbeere herstellen:


Nahrung aus dem 3D-Drucker könnte nicht nur für Köche interessant sein, sondern auch in der Raumfahrt Anwendung finden. So ist es zum Beispiel denkbar, dass die Astronauten auf der ISS in Zukunft ihr Essen nicht in Tuben mitnehmen, sondern einfach selbst ausdrucken. Auch für Privatanwender könnte der Drucker interessant sein. So kann man ganz individuelle Geschmackskombinationen zusammenstellen.

Ob und wann der Obst-Drucker in Serienproduktion geht, ist noch nicht bekannt.

Supersportwagen aus dem 3D-Drucker


Mal ehrlich, wer von euch hat noch nicht davon geträumt, einmal mit einem schicken Sportwagen über die Autobahn flitzen zu können? Diesem Traum steht meistens die Realität im Wege, denn wer kann sich schon einen Supersportler wie den Lamborghini Gallardo (Listenpreis ca. 190.000 Euro) oder gar den Bugatti Veyron (2,3 Millionen Euro) leisten? Dieses Problem könnte vielleicht in (ferner) Zukunft der Vergangenheit angehören, wenn man sich seinen Sportflitzer einfach ausdrucken kann. Doch bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg. Dennoch spielt 3D-Druck in der Automobilbranche eine wichtige Rolle. Welche Hersteller jetzt schon von dieser Technologie Gebrauch machen, stellen wir euch im Folgenden vor.

Leichtbau aus dem Drucker

Von null auf hundert in unter drei Sekunden – das ist eine Ansage. Der Supersportwagen, der das schafft, heißt passenderweise BEAST und wird vom amerikanischen Automobilbauer Rezvani hergestellt. Der Wagen wiegt nur 704 kg, daher ist es für den 500 PS starken Motor kein Problem, diesen Wahnsinnssprint hinzulegen.

Das niedrige Gewicht ist der Leichtbauweise geschuldet, die mit einem 3D-Drucker ermöglicht wurde. Dank des 3D-Drucks können die einzelnen Bauteile ganz individuell angepasst werden. Ein Großteil der Karosserie besteht aus Carbon. Die Grundform des BEAST wird mit dem 3D-Drucker hergestellt und bis ins kleinste Detail geschliffen. Anschließend wird diese Form mit Carbon überzogen. Bei jedem Schritt wird überprüft, ob der Wagen noch irgendwo optimiert werden kann. Bei Bedarf werden weitere Modellteile ausgedruckt. Der Herstellungsprozess dauert etwa 1.000 bis 1.500 Mannstunden, verteilt über fünf bis sechs Monate.

Den BEAST gibt es ab einem Startpreis von 139.000 US-Dollar (ca. 101.000 Euro) – nach oben ist die Skala offen. Im Preis inbegriffen ist ein eintägiges Fahrtraining, die 500 PS wollen schließlich beherrscht werden.

Sportlicher Schwedenhappen

Die Fahrzeuge des schwedischen Autobauers Koenigsegg zählen zu den teuersten Vehikeln der Welt. Das Flaggschiff des Unternehmens – der Koenigsegg Agera – kostet in der Serienausstattung bereits 1,2 Millionen Euro. Zum 20-jährigen Jubiläum hat Koenigsegg jetzt eine Neuauflage des Supersportlers präsentiert: den Agera One:1, der mit Hilfe von 3D-Druck produziert wurde.

Der One:1 hat seinen Namen dem Verhältnis von Gewicht und PS-Zahl zu verdanken: Der Wagen wiegt 1360 Kilo und besitzt 1360 Pferdestärken – das entspricht dem Verhältnis 1:1 (One:1). Dank dieses Kraftverhältnisses erreicht der Supersportler eine Spitzengeschwindigkeit von 440 km/h – innerhalb von 20 Sekunden gelingt der Spurt von 0 auf 400 km/h.

Für die Entwicklung wurden ein 3D-Drucker und ein 3D-Scanner eingesetzt. So wurden beispielsweise die entworfenen Pedale ausgedruckt und im Auto getestet. Dann wurden sie von Hand angepasst und anschließend mit dem 3D-Scanner wieder eingescannt. Dadurch konnten sie dann für die weitere Verarbeitung genutzt werden. Das gleiche Verfahren wurde auch bei anderen Bauteilen des Autos angewendet.

Der Agera One:1 ist auf sechs Fahrzeuge limitiert und kostet rund zwei Millionen Euro.

Foto von Eduardo Parise / eduparise [CC-BY-2.0(http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

3D-Drucker als Tätowierkünstler

Heute wird es kurios: Die Automatisierung ist bekanntermaßen auf dem Vormarsch. Werden jetzt sogar alte Tätowierer-Haudegen von Maschinen abgelöst? Einen ersten Schritt dazu haben drei Studenten aus Frankreich nun gemacht: Sie haben im Rahmen eines Wettbewerbs einen handelsüblichen 3D-Drucker zur automatischen Tätowiermaschine umfunktioniert. Wie haben sie das gemacht?

Tätowiermaschine statt Druckkopf

Im Grunde ist es kein schwieriges Unterfangen: Statt des Druckkopfes haben die Studenten der Kunstakademie ENSCI-Les eine handelsübliche Tätowiermaschine eingefügt. Die Person positioniert nun ihren Arm im Bauraum des Druckers und dann geht alles ganz automatisch:


Natürlich ist das Gerät technisch noch nicht ausgereift. Doch die Studenten werden weiter an ihrer Erfindung tüfteln und Bedienung und Stechvorgang perfektionieren. Ob die Maschine irgendwann einmal Einsatz in einem Tattoostudio findet, ist jedoch fraglich. Die Idee aber kann sich wirklich sehen lassen!

Drucken mit Wolle – Kuscheltiere aus dem 3D-Drucker?

Mit dem 3D-Drucker lässt sich so ziemlich alles herstellen, was man sich vorstellen kann: Schmuck, Ersatzteile für Raumsonden, sogar ganze Häuser. Eines haben diese Druckerzeugnisse gemeinsam: Sie bestehen aus hartem Kunststoff oder Metall und sind sicher nicht als Spielzeug für kleine Kinder geeignet. Daran könnte sich in Zukunft was ändern: Forscher aus den USA haben jetzt einen Drucker vorgestellt, der mit Wolle drucken kann.

In Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh haben die Forscher von Disney Research ein neues Druckverfahren entwickelt, bei dem anstelle von geschmolzenem Kunststoff Wolle als Druckmaterial verwendet wird. Das Prinzip funktioniert ähnlich wie das FDM-Druckverfahren. Statt eines Extruders wird allerdings eine Nadel mit Widerhaken verwendet. Diese Nadel reißt die versponnenen Fasern im Faden auf und verfilzt den Stoff so. Heraus kommt dabei ein Stoff, der sich in etwa so anfühlt wie von Hand gestrickte Kleidungsstücke – und sich dadurch bestens für Kuscheltiere eignet.

Um einen Gegenstand mit diesem neuen Verfahren drucken zu können, benötigt man keine besondere Software, dafür eignet sich jedes normale CAD-Programm. Man braucht lediglich einen speziell präparierten Drucker – ob und wann dieser in Serienproduktion geht ist bisher noch unklar.

Ursprünglich wollten die Forscher allerdings gar keine Kuscheltiere drucken, das war mehr oder weniger eine Zufallsentdeckung. Ziel der Forschungsarbeit war es, neue Materialien zur Verfügung zu stellen. So soll es beispielsweise in Zukunft möglich sein, auch Kleidungsstücke und Accessoires zu drucken. Derzeit halten die Forscher vor allem Wolle aus Tierhaaren für besonders gut geeignet, da Baumwolle sich nicht gut verfilzen lässt.

Noch gibt es beim Woll-Druck ein Problem: Die einzelnen Wollschichten haften nicht sehr gut aufeinander, so dass die Druckerzeugnisse nicht sehr stabil sind bzw. leicht auseinander fallen könnten. An der Lösung dieses Problems arbeitet das Forscherteam bereits.

Der 3D-Drucker macht es möglich: Künstliche Haifischhaut

Der 3D-Drucker macht es möglich: Künstliche HaifischhautDas geht unter die Haut: Wissenschaftlern der Harvard Universität ist es gelungen, künstliche Haifischhaut herzustellen – mit der Hilfe von 3D-Scannern sowie 3D-Druckern.

Schwimmen wie ein Hai

Haie sind ausgesprochen beeindruckende Tiere. Es gibt mehr als 500 Arten, sie beherrschen das Element Wasser und gelten aufgrund ihrer Schnelligkeit, ihrer Eleganz und ihrer Kraft als Räuber der Meere. Die Geschwindigkeit, mit der sie durchs Wasser gleiten, lässt sich auf die Struktur ihrer Haut zurückführen.

Diese besteht aus sogenannten Placoidschuppen, das sind schuppenartige Hautzähnchen, die so ausgerichtet sind, dass sie sich in der Richtung vom Kopf zur Schwanzflosse glatt und umgekehrt sehr rau anfühlen. Darüber hinaus ist die Haut der Haie durch eine Rillenstruktur (Riblets) geprägt. Die Rillen verringern den Oberflächenwiderstand und setzen die Reibungswirkung herab.

Das Ergebnis: Der Haifisch kann ausgesprochen schnell und elegant durchs Meer schwimmen – das Wasser perlt quasi an ihm ab. Diesen Effekt möchte sich auch die Wissenschaft zunutze machen, vor allem um den Treibstoffverbrauch von Schiffen, U-Booten und Flugzeugen zu verringern.

Hilfe kommt aus der 3D-Druck-Technologie

Bis zum heutigen Zeitpunkt wurde der Haifischhaut-Effekt kaum erforscht; die echte Haut ließ sich einfach zu schlecht modifizieren. Nun haben Wissenschaftler der Harvard Universität die 3D-Druck-Technologie zu Rate gezogen – und waren erfolgreich! Die Wissenschaftler George Lauder, Li Wen und James Weaver erzeugten einen hochauflösenden Scan von der Oberfläche eines Makohais und konnten daraus ein 3D-Modell erzeugen. Nach vielfältigen Experimenten kamen die Wissenschaftler zu dem Entschluss, die Haihaut mit dem 3D-Drucker zu erzeugen. Zwar war der Druck der künstlichen Schuppen nur in einem 10-mal größeren Format möglich, erfolgreich waren sie letztendlich doch.

Probieren geht über studieren

Nachdem die künstliche Haifischhaut ausgedruckt wurde, kam es zum Praxistest. Dieser ergab folgende beeindruckenden Ergebnisse: Bei der niedrigsten Strömungsgeschwindigkeit reduzierte sich der Strömungswiderstand um 8,7 Prozent. Durch eine gleichmäßige Bewegung der Haut im Wasser konnte die Schwimmgeschwindigkeit um 6,6 Prozent und der Energiebedarf um 5,9 Prozent reduziert werden.

Foto: Session One – Fotolia.com

Der kleinste 3D-Drucker der Welt: iBox Nano

Der kleinste 3D-Drucker der Welt: iBox NanoImmer mehr Dinge lassen sich mit dem 3D-Drucker herstellen. Dabei versuchen die einzelnen Hersteller, sich gegenseitig zu überbieten, was Schnelligkeit, Kosten und Vielfältigkeit angeht. Der vermutlich kleinste 3D-Drucker der Welt, der gleichzeitig auch einer der günstigsten ist, wurde kürzlich mithilfe einer Kickstarter-Kampagne finanziert. Der iBox Nano misst gerade einmal ca. 8,5 cm x 11 cm x 23,5 cm. Wir stellen euch das kleine Wunderwerk heute im tinte24-Magazin näher vor.

Einstiegsmodell zum Einstiegspreis

Dass der iBox Nano aufgrund seiner Größe nicht für die Industrie geeignet ist, dürfte sich von selbst verstehen. Er soll als Einsteigermodell für Privatanwender fungieren. Oft werden Privatleute durch die hohen Anschaffungskosten eines 3D-Druckers abgeschreckt. Der Kleinstdrucker soll bereits für etwa 300 US-Dollar zu haben sein. Während der Kickstarter-Kampagne konnte man sich bereits ab einer Summe von 229 US-Dollar eine besondere Ausgabe des Druckers sichern. Ausgeliefert werden die Geräte ab April 2015, wer es besonders eilig hatte, konnte sich für 349 US-Dollar einen der ersten Drucker sichern, die bereits im Januar des kommenden Jahres verschickt werden sollen.

Das Fliegengewicht unter den Druckern

Das 1,1 Kilogramm leichte Geräte wird mit einem Raspberry Pi betrieben, spezielle Software ist nicht nötig, da direkt aus dem Browser gedruckt werden kann. Dadurch soll es möglich sein, von jedem Endgerät aus zu drucken, vorausgesetzt dieses Endgerät besitzt eine WiFi-Schnittstelle. Somit können also Smartphones, Tablets, PCs oder Macs für den Entwurf des zu druckenden Objekts verwendet werden. Lediglich eine Open-Source-Software für 3D-Modeling wird benötigt. Dank eines separat verfügbaren Akkus kann der iBox Nano auch mobil betrieben werden. Die Druckerzeugnisse können eine Größe von bis zu 40 x 20 x 90 Millimetern haben. Große Skulpturen lassen sich damit wahrlich nicht ausdrucken, aber für kleine Spielereien oder Ersatzteilchen reicht es allemal.

Kunstharz statt Filament

Mit einer Lautstärke von gerade einmal 29 Dezibel zählt der iBox Nano zu den leisesten 3D-Druckern, die auf dem Markt zu finden sind. Das liegt unter anderem am verwendeten Druckmaterial: Statt wie bei herkömmlichen 3D-Druckern FDM (Filament) wird beim iBox Nano Resin verwendet, eine Art Kunstharz. FDM-Drucker benötigen vier Schrittmotoren und eine Kühlung, beides sorgt für erhebliche Geräusche. Das Kunstharz des iBox Nano benötigt keine Kühlung, um auszuhärten. Dadurch kann die Lärmbelastung deutlich reduziert werden.

In diesem Video könnt ihr den iBox Nano in Action sehen:

Artikelbild: Screenshot des YouTube-Videos

Möge die Macht mit dir sein: Druck dir dein eigenes Lichtschwert!

Möge die Macht mit dir sein: Druck dir dein eigenes Lichtschwert!Es ist das wahrscheinlich am häufigsten angeklickte YouTube-Video des Jahres 2014: Der Teaser-Trailer zum neuen Star-Wars-Film „The Force Awakens“. Das Sci-Fi-Epos kommt im Dezember 2015 in die deutschen Kinos und wird von den zahlreichen fanatischen Anhängern der Reihe überall auf der Welt herbeigesehnt. Für Aufsehen sorgte vor allem ein bislang unbekanntes Lichtschwert, das im Trailer zu sehen war.
 
Dieses Lichtschwert ist – im Gegensatz zu seinen Vorgängern – mit einer Parierstange ausgestattet und somit eher ein Lichtkreuz. Im Internet tobt derzeit eine Debatte, ob so ein Lichtkreuz nun praktisch ist oder nicht. Ein französisches Unternehmen hat jetzt die Probe aufs Exempel gemacht und ein eigenes Lichtkreuz selbst hergestellt – mit einem 3D-Drucker.

Das Lichtschwert aus dem Drucker

Das neue Lichtschwert wird sicherlich auch Teil des umfangreichen Star-Wars-Merchandise werden, wenn Episode VII nächstes Jahr auf die Kinoleinwand kommt. Doch das französische Unternehmen Le FabShop, ein Händler für 3D-Drucker, wollte nicht so lange warten. Stattdessen haben sie sich das Lichtkreuz aus dem Trailer zum Vorbild genommen und kurzerhand ein eigenes Exemplar mit dem 3D-Drucker hergestellt. In diesem Video könnt ihr euch die Entstehung des Lichtschwerts ansehen:

Lichtschwerter für alle!

Doch es kommt noch besser: Die Druckdateien stehen allen Interessierten zur Verfügung. Ihr könnt euch also euer eigenes Lichtschwert drucken! Die Dateien könnt ihr zum Beispiel bei Thingiverse herunterladen und anschließend ausdrucken. Wer keinen eigenen 3D-Drucker hat, findet in immer mehr öffentlichen Bücherhallen oder FabLabs einen Drucker, den man kostenlos oder gegen einen kleinen Unkostenbeitrag nutzen kann.

Für die Herstellung des Lichtschwerts braucht ihr folgende Voraussetzungen: Einen FDM 3D-Drucker mit einer Layer-Auflösung von 0,2 Millimetern. Als Material ist PLA Filament am besten geeignet.

Apropos Star Wars und 3D-Drucker: Wusstet ihr, dass man mit einem 3D-Drucker auch den Marsch des Imperiums abspielen kann? Glaubt ihr nicht? Dann schaut euch dieses Video an:


Artikelbild: Screenshot aus dem YouTube-Video von Le FabShop

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